Zahlungsverkehr

Online-Banking? Aber sicher!


Wichtige Kleinigkeit: An diesem Symbol erkennt man eine sichere Verbindung zur Bank. Fotos: fotolia, Roth; Montage: Roth

So klappt die Kontoführung am heimischen PC

Kostenlos, rund um die Uhr geöffnet, zu Hause verfügbar: Online-Banking ist so bequem wie praktisch. Am schnellsten lernt man es mit dem gewohnten Konto: „Bei der Hausbank ist die Einrichtung am einfachsten“, weiß Nicole Strotzer, Expertin fürs Thema beim Bankenverband.

Zunächst beantragt man die Freischaltung, dann kommen per Post die notwendigen Zugangscodes. Man identifiziert sich beim Einloggen über den Benutzernamen und ein Passwort alias „PIN“. Zur Freigabe der eigentlichen Buchungen dienen die „Transaktionsnummern“ (TANs): Jede kann nur einmal verwendet werden.

Heute sind durchnummerierte „iTANs“ Standard: Hier fordert die Bank jeweils gezielt eine bestimmte TAN aus der Liste an. Sicher sind auch mobile „mTANs“, die von der Bank per SMS aufs Handy geschickt werden und die nur kurze Zeit gültig sind.

Der gesamte Datenverkehr wird verschlüsselt. Das sieht man daran, dass der Name der Internetseite mit „https“ beginnt (das „s“ ist entscheidend) und ein kleines Schloss-Symbol auftaucht.

„Um nicht auf gefälschten Seiten zu landen, sollte man die Internet-Adresse möglichst per Hand eintippen und das automatische Ausfüllen von Eingabefeldern nicht zulassen“, rät die Expertin. Und natürlich muss der heimische Rechner gegen Online-Angriffe geschützt werden – aber ohne Firewall und Virenschutzprogramm sollte man sich sowieso nicht mehr ins Internet wagen.

Hotspots meiden

Ein kabelloses Netz zu Hause gilt als banking-tauglich, wenn Sicherheitssoftware installiert ist. Die WLAN-Verbindung sollte verschlüsselt sein (ideal: „WPA2“).

Abstand halten muss man aber von kabellosen öffentlichen „Hotspots“ und Internet-Cafés: „Hier weiß man nicht, wie gut das Netz abgesichert ist“, sagt Strotzer. Und Kriminelle interessieren sich nun mal brennend für die PINs und TANs.

Heben Sie diese Geheim-Daten deshalb stets getrennt voneinander auf. Lassen Sie sie nicht offen herumliegen. Speichern Sie diese Zugangs- und Freigabecodes auch nicht auf Ihrem PC!

Und löschen Sie E-Mails, in denen Sie nach PIN oder TAN gefragt werden: „Solche Mails kommen mit Sicherheit nicht von einer echten Bank“, betont Strotzer.

Besteht trotz aller Vorsicht der Verdacht, dass Unbefugte sich Zugangsdaten verschafft haben, sollte man das Konto für den Online-Zugriff sperren. Das geht ganz einfach: indem man dreimal absichtlich eine falsche PIN eingibt.

Nach der Sperrung haftet die Bank für alle Schäden. Ist zuvor schon etwas schiefgegangen, haftet ein Kunde, der seine Sorgfaltspflicht beachtet hat, mit maximal 150 Euro. Viele Banken verzichten aber auch auf diese Selbstbeteiligung.

Info: Passwort-Kontrolle

Das gewählte Passwort (oft „PIN“ genannt) darf nicht zu knacken sein. Es sollte daher mindestens acht bis zehn Stellen haben. Mixen Sie Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung. Vermeiden Sie Namen, Geburtsdaten und normale Wörter. Und: Verraten Sie Ihr Passwort keinem anderen Menschen! Ob Ihre Idee etwas taugt, können Sie gratis testen: passwortcheck.datenschutz.ch

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