Die meisten Anlagen gehen nach China

NRW-Maschinenbauer verkaufen 70 Prozent ihrer Erzeugnisse ins Ausland

Exportmotor: Die meisten Anlagen aus NRW gehen ins Ausland. Foto: Vario

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen gehört zu den Zentren des deutschen Maschinenbaus: Fast jede vierte hierzulande hergestellte Anlage stammt aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Besonders stark ist der Anteil an der Produktion von Hütten- und Walzwerkeinrichtungen, Bergbaumaschinen, Armaturen, Textil- und Gießereimaschinen.

Der Anlagenbau ist die exportintensivste Branche von NRW – noch vor der Autobranche und ihren Zulieferern. Rund 70 Prozent aller Anlagen werden ins Ausland verkauft. 2015 summierten sich die Ausfuhren auf 28,3 Milliarden Euro. Der wichtigste Absatzmarkt ist nach wie vor China. Die Unternehmen exportierten dorthin Erzeugnisse für insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Auf Rang zwei liegen die USA mit einem Volumen von 2,9 Milliarden Euro. Mit großem Abstand folgen dann Frankreich, Großbritannien und Polen.

 


Russland-Geschäft weiter rückläufig

Russland hat in den vergangenen Jahren als Absatzmarkt spürbar an Bedeutung verloren. Das Riesenreich lag 2015 abgeschlagen auf Rang neun der NRW-Exporthitliste. Die Ausfuhren dorthin sanken 2015 gegenüber dem Vorjahr von 1,3 Milliarden auf 930 Millionen Euro. 2013, im Jahr vor der Annexion der Halbinsel Krim durch Putin, kamen die Russland-Exporte noch auf 1,5 Milliarden Euro.

Der Rückgang liegt allerdings nicht nur an den Wirtschaftssanktionen, die von der EU gegen Russland verhängt wurden. Sondern auch am Währungsverfall des Rubels: Viele Unternehmen in dem Land können sich derzeit keine Maschinen aus dem Westen leisten.

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