Geprüfte Sauberkeit

Neues Technologiezentrum: Bei BSH müssen Geschirrspüler harte Prüfungen bestehen

Dillingen. Jeder Teller wird per Hand mit einem Pinsel „eingeschmutzt“: mit Eigelb, Haferflocken, Spinat oder Hackfleisch. Dann kommt das dreckige Geschirr zum „Einbrennen“ in einen Ofen, schließlich wird alles in eine Geschirrspülmaschine eingeräumt. Mehr als 2.000 Teile werden täglich gespült und per Hand geprüft. Die Sauberkeit und Trocknung wird mit einer Skala von eins bis fünf beurteilt.

Im neuen Technologiezentrum für Geschirrspüler bei BSH Hausgeräte GmbH im schwäbischen Dillingen wird nichts dem Zufall überlassen. Es geht nicht nur um Sauberkeit, sondern auch darum, den Energie- und Wasserverbrauch weiter zu senken und die Geräte noch leiser zu machen.

Da gibt es Zielkonflikte, räumt Heinz Heissler, Leiter Spülverfahren, ein: „Die Dämm-Materialien aus Bitumen nehmen viel Wärme auf. Das erhöht dann den Aufwand zum Aufheizen der Maschinen. Wir müssen die optimale Balance finden.“

Das Forschungszentrum mit 300 Mitarbeitern ist direkt an das größte Geschirrspülerwerk der Welt angeschlossen. Der Marktführer produziert hier jährlich 2,5 Millionen Maschinen in über 1.500 verschiedenen Varianten der Marken Siemens, Bosch, Neff und Gaggenau – auch für den Export. „In vielen Ländern ist ,made in Germany‘ ein wichtiges Verkaufsargument“, sagt Heissler.

In schallisolierten Geräuschzellen wird untersucht, wie die Maschinen durch Einsatz neuer Materialien noch leiser werden können. An Prüfständen werden sie durchgerüttelt, aus einem halben Meter fallen gelassen und Zusammenstößen ausgesetzt. In speziellen Kammern „erleiden“ die Geräte Temperaturen von minus 25 bis plus 70 Grad. Auch nach den Härtetests, die ein ungefähr zwölfjähriges Geschirrspülerleben simulieren, müssen sie einwandfrei funktionieren.

Noch ist die Maschine, die sich selbst ein- und ausräumt, nicht erfunden. Doch die neuesten Geschirrspüler lasssen sich per App steuern.

Wenn zu Hause dennoch Schmutz am Geschirr bleibt, sind die Gründe dafür in der Regel banal: Entweder wurde das Sieb nicht richtig wieder eingesetzt oder das Geschirr schlecht eingeräumt.


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