Schutz auch für Babys entscheidend verbessert

Neuer Impfstoff gegen Hirnhautentzündung auf dem Markt


Risikogruppe: Babys sind besonders gefährdet. Foto: dpa

Holzkirchen. Ein neuer Impfstoff soll vor Hirnhautentzündung (Meningitis) schützen. Die Erkrankung wird meist durch Bakterien ausgelöst.
Jetzt erhielt der Schweizer Pharma-Konzern Novartis mit einem Vertriebsstandort in Holzkirchen die Zulassung für den europäischen Markt.

Der Impfstoff mit Namen „Bexsero“ eignet sich sogar für die Hauptrisikogruppe: Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten. Die Ständige Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland befasst sich nun mit dem Impfstoff. Er schützt breit vor Meningokokken B. Diese Bakterien machen den größten Anteil der Erkrankungen aus. Zwar treten jährlich nur 120.000 Fälle weltweit auf. Trotzdem ist die Erkrankung sehr gefürchtet: Sie trifft auch Gesunde rasch und ohne Vorwarnung.

Anfangs ähneln die Symptome einer Grippe und sind schwer zu diagnostizieren. Etwa eine von zehn erkrankten Personen stirbt trotz intensivmedizinischer Behandlung.

Und jeder fünfte Überlebende erleidet schwere Behinderungen wie Hirnschäden, Gehörschäden oder den Verlust von Gliedmaßen.

„Die Impfung ist ein Meilenstein in der Geschichte der Kinderheilkunde“, sagt Professor Markus Rose, Leiter Infektiologie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt. „Sie sollte eine möglichst breite Anwendung finden.“

Für die Entwicklung des Wirkstoffs brauchten die Wissenschaftler 20 Jahre.

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