Fehlender Nachwuchs

Neue Studie: Textilbranche braucht Image-Kur

Münster. Was bringt jemanden dazu, sich einen Arbeitsplatz in der Textil-Industrie zu suchen? Die Antwort auf diese Frage wird für die Unternehmen der Branche mittlerweile existenziell.

Es fehlt schlicht der Nachwuchs, geeignete Kandidaten sind rar oder bewerben sich lieber anderswo. Der Grund: „Wenn einem Bewerber schon das Image der Branche als schlecht erscheint, bewirbt er sich erst gar nicht beim Unternehmen“, so Ansgar Buschmann, Mitautor der neuen Image-Studie für die Textil- und Bekleidungs-Industrie.

Qualifizierte Bewerber werden zur Existenzfrage

Buschmann und seine Kollegen von der Forschungsstelle für allgemeine und textile Marktwirtschaft an der Universität Münster haben deshalb nach Faktoren gesucht, die das Image der Branche positiv beeinflussen und dafür über 700 potenzielle Arbeitnehmer im Alter von 14 bis 40 Jahren befragt.

Ergebnis: Drei Merkmale wirken sich auf das Image aus. Die Entwicklungsperspektiven, dazu gehören Karrieremöglichkeiten, Arbeitsplatzsicherheit oder Gehalt. Die eigene Tätigkeit, der man nachgeht, und die Öffentlichkeitswirkung, die von der Branche ausgeht.

Bei den technischen Textilien etwa sind Bewerbern ihre Entwicklungsmöglichkeiten besonders wichtig. „Hier könnte die Branche punkten, wenn sie Arbeitsplatzsicherheit und gute Karriereaussichten besser thematisiert.“ Dabei helfen Info-Portale wie Go Textile oder Karrieremessen, das Engagement muss aber weiter ausgebaut werden.

Bei Bewerbern für Heim- und Haustextilien sowie für den Bekleidungsbereich steht im Vordergrund, wie die Branche nach außen wirkt. Um ein positives Image zu schaffen, nimmt die Studie die Textil-Verbände in die Pflicht: „Sie müssen über ihre Branche besser informieren“, fasst Buschmann zusammen.


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