Bedeutung unseres größten Industriezweigs ist gewachsen

Neue Studie: Deustchlands Metall- und Elektro-Industrie ist noch stärker geworden

Berlin/Köln. Die Bedeutung der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) für Deutschland ist nach der Jahrtausendwende gestiegen – und unsere Betriebe konnten sich im globalen Wettbewerb prima behaupten. Das sind zwei zentrale Erkenntnisse einer Studie, die das Kölner Beratungsunternehmen IW Consult im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall in Berlin erstellt hat.

Beim Blick auf das, was sich seit 2000 verändert hat, fällt der Aufstieg Chinas auf: Sein Anteil an der weltweiten M+E-Wertschöpfung, Metallerzeugung inklusive, stieg bis 2012 von 7 auf 25 Prozent. Damit ist China jetzt größter Player in Sachen Metall und Elektro. Klassische Konkurrenten haben entsprechend an Bedeutung verloren, die USA und Japan etwa. Anders Deutschland: Es konnte seine Quote sogar leicht erhöhen (was unter den traditionellen Wettbewerbern sonst nur Südkorea schaffte).

Auch zu Hause wuchs das Gewicht. „Die M+E-Industrie ist innerhalb des verarbeitenden Gewerbes überdurchschnittlich gewachsen“, heißt es in der Studie (kostenloser Download: gesamtmetall.de/strukturbericht). Anders als in anderen Branchen stieg die Mitarbeiterzahl – von 2000 bis 2013 um 220.000 Köpfe. M+E stellt damit nun 63 Prozent der industriellen Arbeitnehmer im Lande, „dabei sind die Entgelte je Beschäftigten überdurchschnittlich hoch“. Wobei Stellen für Akademiker mehr, einfache Jobs weniger werden: Der Anteil der ungelernten M+E-Kräfte ist von 21 auf 13 Prozent gefallen.

Der Standort D insgesamt schneidet laut Studie ebenfalls recht gut ab – mit einer Ausnahme: „Schwachpunkt ist das hohe Kostenniveau.“ Das kann aus Sicht von Gesamtmetall zum Problem werden. Denn es sei absehbar, dass Betriebe zum Beispiel in China, die bisher nur für den eigenen Markt produzieren, stärker im internationalen Geschäft mitmischen werden.


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