Verkehr

Neue Regeln beim "TÜV"

Früher oder später wird jeder Autofahrer von ihr betroffen sein: Anfang Juli ist die "Siebenundvierzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften" in Kraft getreten. Sie bringt diverse Neuerungen bei der Hauptuntersuchung (HU), im Volksmund oft einfach "TÜV" genannt.

Unter anderem ist die Prüfung der elektronisch gesteuerten Sicherheitssysteme (ABS, ESP und so weiter) verfeinert worden: Dafür wird "im Lauf des Jahres", so DEKRA-Experte Norbert Kühnl, eine einheitliche Diagnose-Schnittstelle eingeführt. Dieser "HU-Adapter" soll dann bei allen ab Juli 2012 neu zugelassenen Autos zum Einsatz kommen – egal, ob die HU zum Beispiel von der DEKRA, der GTÜ oder dem TÜV abgenommen wird.

Außerdem wird die Plakette künftig immer für 24 Monate erteilt – auch, wenn man sich zu spät zur HU angemeldet hat. Die bisherige Rückdatierung entfällt also. Wer allerdings mehr als zwei Monate zu spät kommt, büßt dies mit einer etwas umfangreicheren Untersuchung und einer um 20 Prozent höheren HU-Gebühr.

Neu ist auch, dass alle Prüfer einen bestimmten Fehler am Fahrzeug mit den jeweils gleichen ausführlichen Worten beschreiben müssen – es gibt nun einen bundesweit einheitlichen HU-Mangelkatalog. "Die Mangeleinstufungen zu jedem Mangeltext sind für alle Prüfingenieure vorgegeben und können nicht verändert werden", betont Kühnl. Der Kunde liest künftig also nicht nur Begriffe wie "Bremsanlage", sondern eine detailliertere Beschreibung des Defekts.

Dass sein Auto jetzt zu Beginn der HU eine kurze Prüfungsfahrt machen muss, wird der betroffene Besitzer kaum bemerken: Laut Kühnl müssen dabei nur "mindestens acht Kilometer pro Stunde" erreicht werden – dafür genüge es aber, den Wagen einmal um den Hof in die Werkstatt zu fahren.


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