Rohstoffe

Neue Energiequellen erschlossen


Riesige Speicher: Hier im kanadischen Alberta wird Öl aus Sand gewonnen. Fotos: fotolia, Visum

Ertrag aus Ölsand verdoppelt sich

Köln. Vor kurzem noch prophezeiten manche Experten das nahe Ende der Erdölförderung. Doch jetzt gerät es in ferne Zukunft: In vielen Ländern werden neue Ölreserven entdeckt.

Kanada etwa erlebt einen regelrechten Ölrausch. Dort werden Ölsand-Quellen erschlossen. Darin befindet sich ein Gemisch aus Sand, Ton und teerartigem Bitumen. In einem aufwendigen Verfahren wird daraus Schweröl gewonnen.

Die Prognose der kanadischen Ölproduzenten ist optimistisch: Bis 2025 soll sich die Menge des so gewonnenen Öls auf fast 3,5 Millionen Barrel (ein Barrel: 195 Liter) mehr als verdoppeln, stellt die Canadian Association of Petroleum Producers fest.

Unkonventionelle Rohstoffe, so der Fachbegriff, gibt es auch in Deutschland. Zwar befinden sich hier keine Ölsandfelder in großer Zahl. Doch in dichten Gesteins-Tiefen ist Schiefergas vorhanden.

Wasserdruck öffnet das Gestein

Um da heranzukommen, muss man das Gestein aufsprengen. Diese „Fracking“ genannte Methode erklärt Hans-Martin Schulz vom Deutschen Geoforschungsinstitut Potsdam: „Eine Flüssigkeit, mit Quarzkügelchen und Chemikalien versetzt, wird in das Bohrloch injiziert. Der Wasserdruck öffnet die Gesteins-Spalten, die von den Kügelchen stabilisiert werden.“

Umweltminister Norbert Röttgen jedoch hat die Technologie erstmal auf Eis gelegt. Eine Studie soll klären, ob sie so schädlich ist, wie Kritiker behaupten.

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