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Nach zehn Jahren kann man jedes Festzins-Darlehen kündigen

Lübeck. Mit einem Brief an die Bank Tausende Euro sparen? Doch, das geht: Wenn Sie sich kurz nach der Jahrtausendwende Baugeld für 15 oder 20 Jahre geliehen haben.

Damals waren Zinssätze von 6 bis 7 Prozent normal. Heute sind Immobilienkredite nur noch halb so teuer. Daher sollten Eigenheimer wissen: Nach einem Jahrzehnt kommt man aus jedem Festzins-Kredit raus. Auch, wenn der Vertrag eigentlich länger läuft!

„Dieses Sonderkündigungsrecht besteht nach Paragraf 489 des Bürgerlichen Gesetzbuchs“, erklärt Stephan Gawarecki, Vorstand des Lübecker Finanzdienstleisters Dr. Klein. Zehn Jahre müssen seit der vollständigen Auszahlung des Darlehens verstrichen sein, die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate. Was eine Kündigung aktuell bringen kann, hat Gawarecki für AKTIV beispielhaft durchgerechnet.

Viele Tausend Euro weniger Zinsen

Angenommen, jemand hat sich Ende März 2002 einen 150.000-Euro-Kredit zu 6 Prozent Zinsen auszahlen lassen und überweist seitdem monatlich 1.000 Euro Zinsen und Tilgung an die Bank: Dieser Beispiel-Kunde kann Ende März 2012 kündigen.

Ende September, nach Ablauf der Kündigungsfrist, sind dann noch gut 106.000 Euro offen. „Eine Anschlussfinanzierung zu 3 Prozent ist aktuell realistisch“, betont Gawarecki. Und im Vergleich zu dem abgelösten 6-Prozent-Darlehen spart der Kunde damit bis zur kompletten Rückzahlung rund 28.000 Euro.3


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Normalerweise ist er die größte Anschaffung des Lebens: der Kauf einer eigenen Immobilie. Es gilt also, sich vor dem Gang zum Notar so gut wie nur irgend möglich zu informieren – sowohl, was das Objekt selbst und seine Lage betrifft, als auch über die Baufinanzierung.

aktualisiert am 27.09.2017

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