Finanzmärkte

Moderner Goldrausch


Goldpreis der vergangenen 40 Jahre (in US-Dollar je Unze, inflationsbereinigt) * Stand: Mitte August. Quelle: Goldpreise an der New York Mercantile Exchange. Fotos: fotolia, getty. Grafik: <em>Aktiv</

Das Edelmetall gilt als sichere Anlage

Köln. Bezahlen kann man damit nicht. Es wirft weder Dividenden ab, noch bringt es Zinsen. Und doch ist Gold der Liebling der Investoren – vom Kleinanleger bis zum krisenerfahrenen Fondsmanager. Die gestiegene Nachfrage nach dem Edelmetall trieb den Preis in den vergangenen zwölf Monaten um 45 Prozent nach oben.

Christian Urban von der Verbraucherzentrale rät dennoch zur Vorsicht: „Es spricht nichts dagegen, Gold zu haben, aber auf keinen Fall als einziges Anlageprodukt.“ Niemand wisse, wie sich der Preis künftig entwickelt.

Faszinierend ist Gold in jedem Fall. Schließlich wurden seit der Entdeckung des Edelmetalls bis zur Gegenwart nur 165.000 Tonnen davon gefördert.

Bundesbank bunkert 3.400 Tonnen

Das Edelmetall ans Licht zu bringen, ist mühsame Arbeit. In bis zu 4.000 Metern Tiefe bauen vor allem in Südafrika Minenarbeiter Gold ab, bei einer Temperatur von rund 60 Grad Celsius.

In Barren gegossen, landet es in gigantischen Safes, in denen die Staaten ihre Edelmetall-Reserven lagern. Die USA bunkern 8100 Tonnen Gold, die Bundesbank 3400. Sie dienen als Währungsreserve – allerdings nur zu einem Teil.

Wollten die USA ihre gesamte Währung in dem Edelmetall absichern, dann würde der Goldpreis in astronomische Höhen schnellen – ­von 1.800 Dollar auf rund 6700 Dollar pro Unze.

Dennoch verfällt längst nicht jeder dem Goldrausch. So hat George Soros, der legendäre amerikanische Börseninvestor, seine Bestände im Wert von 800 Millionen Dollar zu Beginn dieses Jahres verkauft.

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