Seerosen, Türme und mehr selber basteln

Modellprojekt für Kinder fördert Experimentieren mit Papier

München. Papierflieger faszinieren Kinder: Welcher schafft den größten Looping? Wer nimmt die schärfste Kurve? Und vor allem: Welches Modell kommt wie weit? Schon Grundschüler können solche Fragen mit ein wenig Anleitung klären – indem sie experimentieren, beobachten und analysieren.

Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche, mathematische und technische Themen heranführen: Das ist das Ziel der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Sie startet nun in Bayern das Modellprojekt „Forschen und Entdecken mit Papier“ – unterstützt von der Siemens-Stiftung, dem bayerischen Kultusministerium und den bayerischen Papierverbänden. „Papier ist einfach zu besorgen und Kindern vom jüngsten Alter an bestens vertraut“, erklärt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Es ist der optimale Werkstoff zum Lernen!“

Stiftung gibt kindgerechte Impulse für den Unterricht

In Seminaren sollen rund 1.000 bayerische Fach- und Grundschullehrer lernen, wie sie ihre Schüler mithilfe von Papier zum Forschen anleiten können. Kindgerechte Impulse für den Unterricht gibt die Stiftung etwa in Form von sogenannten Entdeckungskarten mit Experimenten (hier können Sie drei Experimente kostenlos per PDF-Download abrufen).

So werden die Schüler zum Beispiel aufgefordert, einen Turm aus Papier zu planen und zu bauen – und dabei verschiedene Techniken auszuprobieren: Ob rollen, falten, zerknüllen oder ineinanderstecken sinnvoller ist, können sie anschließend diskutieren und analysieren.

„Kinder sind neugierig, und sie wollen die Welt um sich entdecken und begreifen“, betont Stephan Gühmann, Leiter der Qualitätsentwicklung Fortbildung im „Haus der kleinen Forscher“. Diese Begeisterung will das Projekt nutzen – und mit papierener Hilfe grundlegende Konzepte sowie die Kompetenz zum Lösen von Problemen vermitteln.


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