Nebenverdienst mal ganz anders

Mit Gästen Geld machen


Berlin. Nette Feriengäste, auswärtige Messebesucher oder sogar zahlungsfreudige Filmteams in die (Miet-)Wohnung holen, um mit der Bude Geld zu machen: Darf man das?

„Grundsätzlich dürfen Mieter die Wohnung auch teilgewerblich nutzen, solange sie dadurch nicht beschädigt wird“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Zwar muss man den Vermieter um Erlaubnis fragen – der muss die Sache aber genehmigen, wenn der Mieter vernünftige Gründe hat. „Und ein zusätzliches Einkommen ist Grund genug“, so Ropertz.

Der Vermieter kann umfangreichen Musikunterricht in der Wohnung verbieten

Die Nachbarn dürfen allerdings nicht gestört werden: So darf eine Filmcrew nicht tagelang das Treppenhaus belagern. Der Vermieter kann störenden Musikunterricht in der Wohnung ebenso verbieten wie andere Angebote, bei denen regelmäßiger Publikumsverkehr zu erwarten ist.

„Die Vermietung einzelner Zimmer an Feriengäste ist in Ordnung“, betont Ropertz. ­Allerdings dürfen diese Gäste nur möglichst wenig zu hören und zu sehen sein. Für Ärger mit Nachbarn muss man beim Vermieter geradestehen – ebenso, wenn ein trunkener Messegast das Haus beschädigt.

„Für Besitzer von Eigentumswohnungen gelten weitgehend dieselben Regelungen wie für Mieter“, sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund. Auch hier gilt: Was andere nicht stört, kann man normalerweise machen.

Happ rät aber dazu, die Nachbarn vorsorglich vorab zu informieren. Wer ganz sicher gehen will, lässt sich seine Pläne von der Eigentümerversammlung genehmigen.

Besitzer eines Eigenheims wiederum können auf ihrem Besitz fast uneingeschränkt tun und lassen, was sie wollen. „Aber man muss selbstverständlich die allgemein üblichen Ruhezeiten einhalten und darf die Privatsphäre der Nachbarn nicht verletzen“, erklärt Happ.

Will man eine komplette Wohnung oder das ganze Haus an Feriengäste vermieten, sollte man vorher bei der Gemeinde nachfragen, ob örtliche Regelungen dagegen sprechen.

Aufs Amt muss auch, wer den gesamten Wohnraum künftig nur noch gewerblich nutzen will: „Das ist dann eine genehmigungspflichtige Umnutzung, für die man eine Baugenehmigung benötigt“, sagt der Experte.

Wie man per Mitwohnzentrale ein gutes Dach über dem Kopf findet, lesen Sie hier auf AKTIVonline.

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