Aufschwung Ost

Metall- und Elektro steht 25 Jahre nach dem Mauerfall wieder gut da

Leipzig. Kürzlich hat BMW im Werk Leipzig seinen 4.000. Mitarbeiter begrüßt – seit der Eröffnung 2005 hat das Unternehmen hier 2 Milliarden Euro investiert. Ein wichtiges Stück Aufschwung Ost, von dem vor 25 Jahren, als die DDR am Ende war, noch keiner träumte.

Nur ein paar Kilometer weiter steht seit 2002 ein Porsche-Werk. Und blickt man zum Beispiel weiter nach Norden, findet man auch dort große Player: Daimler, Rolls-Royce, Bombardier, ZF Friedrichshafen.

„Dass diese Konzerne sich hier niedergelassen haben, zeigt: Unsere Region ist ein attraktiver Standort“, sagt Stefanie Beer vom Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg. „Besonders geprägt ist die Region aber von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen.“

Insgesamt arbeiten in den fast 4 800 ostdeutschen Betrieben heute 465.000 Menschen. Nach dem Mauerfall waren es zwar deutlich mehr. Aber nach der Wende brach die DDR-Wirtschaft zusammen. Zuvor planwirtschaftlich geführte Betriebe mussten ja von heute auf morgen mit der global aufgestellten Konkurrenz wetteifern – und hatten oft keine Chance.

Schon seit 1997 wächst die Zahl der ostdeutschen Beschäftigten wieder stetig, der Umsatz steigt – zuletzt auf 91 Milliarden Euro. Beim Tarif gilt die 38- statt der 35-Stunden-Woche, dafür gibt es bei den monatlichen Entgelten keinen Unterschied zum Westen. Allerdings: Der Anteil der Betriebe, die sich Tarifentgelte leisten können, ist deutlich geringer. Das liegt einerseits an der Größe der Betriebe, andererseits an der nach wie vor etwas geringeren Produktivität.


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