Hessenforum

Mehr Wert dank Dienstleistung


Service-Geschäft wird zum Wachstumstreiber der Metall- und Elektro-Industrie

Frankfurt. Dienstleistung in der Industrie, das ist längst viel mehr als Ersatzteillieferungen, Reparaturen oder Wartungsarbeiten. Zunehmend geht es auch um Beratung, Finanzierung, Leasing, Entwicklung, Weiterbildung oder Qualitätssicherung.

Das war der Tenor beim Hessenforum, das sich in diesem Jahr der Verknüpfung von Industrie und Dienstleistung widmete. Rund 200 Unternehmensvertreter der hessischen Industrie hatten sich deshalb in Frankfurt getroffen.

„Wir betrachten das, was wir anbieten, insgesamt als Service und nehmen unseren Kunden das Thema Vakuum ganzheitlich ab“, sagte Matthias Wiemer, Vorstandsmitglied der Vacuum Technology AG in Asslar.

Ein Vakuum muss erzeugt und gemessen werden. „Zunehmend wollen Kunden  nicht mehr einzelne, dafür notwendige Geräte, sondern eine komplette Vakuumlösung“, stellt Wiemer fest.

Diese Entwicklung hat den Dienstleistungsanteil der Mittelhessen auf 20 Prozent ansteigen lassen. Beim Leiterplatten-Spezialisten Schoeller-Electronics in Ruwel wiederum ist das spezielle Know-how bei der Entwicklung von Basiskomponenten als Service bei den Kunden gefragt.

Kunden stärker binden

„In frühen Entwicklungsphasen von elektronischen Geräten greift man gerne auf unsere Designberatung zurück. Das versuchen wir auch als Mehrwert rüberzubringen“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Winkelmann.

Die deutsche Regionalgesellschaft von AREVA NP in Offenbach, mit Rundum-Kompetenz für Kernkraftwerke, entwickelte vermarktbare Dienstleistungsangebote für die zerstörungsfreie Prüfung von Bauteilen.

Der Service wird von Unternehmen genutzt, die ebenfalls hohe Sicherheitsanforderungen stellen. So die Deutsche Bahn: Mit der Technologie kam sie nach der ICE-Katastrophe in Eschede dem Bruch der Radreifen auf die Spur.

„Über das, was wir eigentlich tun, nämlich Strom erzeugen, redet hier keiner. Hier kümmern sich alle nur um ein einziges Thema, nämlich Sicherheit“, betont Standortleiter Stephan Krüger.

Um Kunden stärker zu binden, Umsätze zu steigern und Neugeschäft zu akquirieren integriert die hessische Metall- und Elektro-Industrie  mehr und mehr Dienstleistungen. „7 Prozent solcher ‚hybrider’ Industrie-Unternehmen erwirtschaften im Durchschnitt 43 Prozent des Umsatzanteils außerhalb ihres industriellen Schwerpunkts“, erklärte Professor Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender von Hessenmetall. „Wenn Wohlstand in Hessen weiter wachsen soll, muss dieses Dienstleistungsland starkes Industrieland bleiben.“

Zweites Standbein

Dass der eine den anderen  braucht, stellte auch die mittelständische Hörmann-Gruppe fest. Sie suchte sich für ihre Sparte Automobil-Dienstleistung ein industrielles Standbein und betreibt heute ein Lkw-Produktionswerk als Joint Venture mit der MAN Truck & Bus AG. Andreas Meyer, Geschäftsführer der Hörmann Automotive Components in Gustavsburg: „Man hatte gemerkt, dass die Luft im Dienstleistungsbereich allein dünner wird.“

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Pfeiffer Vacuum GmbH

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AREVA NP GmbH
Kaiserleistraße 29
63067 Offenbach am Main

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Hörmann Automotive Components GmbH
Ginsheimer Straße 2
65462 Ginsheim-Gustavsburg

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Schoeller-Electronics GmbH
Marburger Straße 65
35083 Wetter/Hessen

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