Eine Korrektur des Versorgungsausgleichs kann sich lohnen

Mehr Rente für Geschiedene

Stuttgart. Wer eine Scheidung schon länger hinter sich hat, kann oft seine Altersvorsorge verbessern. Und zwar ohne dass dem Ex-Partner dafür etwas weggenommen wird!

Klar geregelt ist das im Gesetz über den Versorgungsausgleich, wie der Stuttgarter An­walt Volker Rabaa erklärt, ein Experte fürs Thema. Das Problem: Mehr Rente gibt es nur auf Antrag, und viele Betroffene wissen nichts davon.

Profitieren kann, wer im Zeitraum Juli 1977 bis August 2009 geschieden worden ist – aber nur, wenn dabei ein förmlicher Versorgungsausgleich stattfand, bei dem es nicht nur um die gesetzliche Rente ging. Sondern zum Beispiel auch um private Lebensversicherungen oder Betriebsrenten.

Chance vor allem für Frauen

Nach dem früheren Recht sei ein einmaliger Ausgleich aller saldierten Anrechte per Umrechnungstabelle erfolgt, sagt Rabaa. Das habe zu „Wertverzerrungen“ geführt, die das neue Gesetz korrigiere. „Vor allem Frauen, deren Ex-Gatte zusätzliche Altersversorgungen hatte, haben hier eine gute Chance auf deutlich höhere Rentenzahlungen im Alter.“ Dafür aufkommen müssten allein die Versorgungsträger.

Im Detail ist die Sache leider sehr knifflig. Rabaas Kanzlei RVR bietet daher auf der Homepage www.rvr.de reichlich Tipps zum Thema – und einen kostenlosen Versorgungsausgleichsrechner.


Filmbeitrag zum Thema

Der Renten-Fall aus AKTIV: Dieser Fernsehbeitrag hat sich ebenfalls damit beschäftigt. Klicken Sie auf das Bild, um den Film zu sehen.

Der Renten-Tipp aus AKTIV: Dieser Fernsehbeitrag des SWR hat sich ebenfalls damit beschäftigt.

Klicken Sie auf das Bild, um den Film zu sehen – ums Thema Versorgungsausgleich geht es ab Minute 4:40.

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