Tipp der Woche

Mehr Hilfe für Helfer

Steuer-Vorteile für Bürger, die sich engagieren

Wer in der Freizeit anderen hilft, dem hilft der Staat: Für den nebenberuflichen Einsatz, zum Beispiel als Fußball-Trainer, soll man bis zu 2.100 Euro pro Jahr steuerfrei kassieren dürfen. Diese Erhöhung der als „Übungsleiterfreibetrag“ bekannten Pauschale hat der Bundestag rückwirkend zum 1. Januar beschlossen (die Zustimmung des Bundesrates gilt als Formsache).

Dabei geht es nicht etwa nur um Sport: Gefördert wird beispielsweise auch der Einsatz als Erzieher, als Dozent an einer Volkshochschule oder in der Pflege kranker Menschen.

Ebenfalls rückwirkend soll ein neuer Freibetrag eingeführt werden: Wer sich zum Beispiel mildtätig oder kirchlich engagiert, kann von der jeweiligen Einrichtung bis zu 500 Euro jährlich steuerfrei erhalten – als pauschalen Ersatz für eigene Aufwendungen. Das soll die Ehrenamtler von bürokratischem Aufwand befreien.

Fahrtkosten als Spende absetzen

Einfacher wird auch das Belegen von Spenden: Bisher genügte der entsprechende Kontoauszug schon, um Zahlungen bis 100 Euro steuermindernd geltend zu machen. Diese Grenze wird auf 200 Euro angehoben.

Das Gesetz zur „weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ erlaubt außerdem, Mitgliedsbeiträge an Kulturfördervereine von der Steuer abzusetzen – auch wenn es für einen solchen Beitrag Gegenleistungen wie unter anderem Freikarten gibt.

Keine neue, aber eine oft ungenutzte Steuer-Spar-Möglichkeit ist die „Aufwandsspende“: Wer beispielsweise eine junge Sprint-Staffel mit dem eigenen Auto von A nach B kutschiert, bezahlt das Benzin oft aus eigener Tasche – um den Sportverein nicht zu belasten. Die trickreiche Alternative: Der Fahrer spendet seine Auslagen dem Verein!

Nach wie vor muss der Verein dann nichts bezahlen – aber einen Teil der Spritkosten übernimmt Vater Staat. Dafür müssen einige Formalitäten beachtet werden; der Kassierer Ihres Vereins sollte darüber Bescheid wissen.

Mehr Steuer-Tipps erfahren Sie auf unserer Themenseite:

Steuer-Tipps für Arbeitnehmer


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Schlagwörter: Private Finanzen

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