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Besser unterwegs auf den Autobahnen

Mehr Autos, viele Baustellen – doch so mancher Stau lässt sich vermeiden

Der Staat investiert jetzt kräftig in die Infrastruktur, steckt bis 2030 rund 133 Milliarden Euro in den Aus- und Neubau von Fernstraßen. Die Folge: Baustellen und Staus. Doch ganz unschuldig am Stillstand sind auch die Autofahrer nicht.

Effektive Leittechnik: So bleibt der Verkehr im Fluss. Foto: Adobe Stock

Effektive Leittechnik: So bleibt der Verkehr im Fluss. Foto: Adobe Stock

Berlin. Rückreisewelle, Start in den Berufsverkehr bei Regen, Nebel, Schnee: Die vollen Straßen in diesen Wintertagen geben einen Vorgeschmack aufs ganze Jahr.

Mit 983 Milliarden gefahrenen Personenkilometern rechnet das Verkehrsministerium, ein Plus von 1 Prozent gegenüber 2017. Vom Baby bis zum Greis ist jeder von uns fast 12.000 Kilometer auf Achse. Der Lkw-Verkehr legt laut Prognose um 2 Prozent auf 493 Milliarden Tonnenkilometer zu.

Mehr Berufs- und Reiseverkehr, Transport von Konsum- und Industriegütern: All das zeigt, dass unsere Wirtschaft stark, der Wohlstand hoch ist. Weil die Steuereinnahmen sprudeln, investiert der Staat kräftig in die Verkehrsinfrastruktur. 2018 gibt es rund 400 Autobahnbaustellen.

Aber es wird auch einiges fertig. Im Süden etwa der sechsstreifige Ausbau der Autobahn A 3 Frankfurt–Würzburg zwischen Rohrbrunn und Haseltalbrücke. Oder im staugeplagten Westen der Umbau des Autobahnkreuzes Bochum-Witten, einer wichtigen Logistikdrehscheibe. Deutschlandweit steckt der Bund bis 2030 rund 133 Milliarden Euro in den Aus- und Neubau von Fernstraßen und beseitigt Engpässe auf 2.000 Autobahnkilometern.

Ganz unschuldig am häufigen Stillstand sind auch die Autofahrer nicht. „10 bis 20 Prozent der Staus ließen sich vermeiden“, so Professor Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Deutschlands renommierter Stauforscher nennt vermeidbare Ursachen: „Starkes Bremsen nach dichtem Auffahren oder hektisches Wechseln der Spuren.“

Damit es besser fließt, setzen die Planer verstärkt auf Verkehrsleittechnik. Sie regelt die Geschwindigkeit, gibt die Standspur frei oder dosiert per Ampel, wie viele Fahrzeuge neu auffahren dürfen – was zu mehr Sicherheit beiträgt.

Mit dem Smartphone die Route planen

Gab es vor 25 Jahren über 10.000 Verkehrstote zu beklagen, so waren es letztes Jahr 3.200, obwohl viel mehr gefahren wird.

Gut ankommen, auch wenn die Straßen voll sind: Mit Apps wie „Google Maps“ oder „StauMobil“ lässt sich per Smartphone die Route planen. Das schont Nerven und spart Sprit.


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