Smartphone und Tablet

Markt für Apps nimmt in Deutschland die Milliarden-Hürde

Laufen 4.0: Per Whats-App verabreden und die Strecke auf dem Smartphone ablesen. Foto: Imago

Berlin. Ein Land ist in Bewegung – mit Daumen und Zeigefinger: Mittlerweile nutzt jeder vierte Deutsche sein Smartphone mindestens eine Stunde am Tag. Je mehr wir alle auf die Glasscheibe tippen oder darüberwischen, umso stärker wächst das Geschäft mit den Apps. Mobile Anwendungen werden dieses Jahr voraussichtlich 1,3 Milliarden Euro Umsatz bringen.

„Das sind 41 Prozent mehr als im Vorjahr und 100 Prozent mehr als 2013“, sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom in Berlin. Am beliebtesten seien Spiele und Messenger-Dienste wie WhatsApp – doch inzwischen umfassen Apps alle Lebensbereiche, vom Flirten bis zum Online-Banking. „Stark im Kommen“, so Rohleder, „sind Fitness- und Gesundheits-Apps, die zum Beispiel beim Joggen Strecke und Kalorienverbrauch aufzeichnen.“

Allein bei den Marktführern Google Play Store und Apple App Store können die Nutzer sich mittlerweile durch jeweils rund 1,5 Millionen Angebote scrollen. Das Herunterladen ist meistens kostenlos.

Drei Viertel des Umsatzes, also dieses Jahr voraussichtlich rund 950 Millionen Euro, entfallen auf kostenpflichtige Zusatzfunktionen – etwa um bei einem Spiel einen höheren Level zu erreichen oder um Vokabeln für die Schule pauken zu können. Mit dem Kaufpreis von Bezahl-Apps werden knapp 200 Millionen Euro eingenommen und 150 Millionen Euro mit Werbung.

Der Boom wird sich fortsetzen. Schließlich sorgen dieses Jahr nicht nur 26 Millionen neue Smartphones und 8 Millionen Tablet-Compter für weitere Umsatzrekorde, sondern auch immer neue Formen von mobilen Endgeräten. Im laufenden Jahr finden der Prognose zufolge insgesamt 1,7 Millionen Smartwatches und Fitness-Tracker fürs Handgelenk ihre Käufer. Für eine intelligente Uhr muss man derzeit rund 260 Euro anlegen, für digitale Leistungsmesser im Durchschnitt 66 Euro. Den Bedarf an zusätzlichen Apps wecken beide.

Die kreative Branche der deutschen App-Entwickler ist auch im Ausland erfolgreich. So fahren die Anbieter von Spiele-Apps ein Viertel ihres Umsatzes in den USA ein, berichtet der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware. Auch Frankreich ist ein großer Markt. Geschäftsführer Maximilian Schenk: „Der weltweit wachsende Markt hat unseren Unternehmen enorme Chancen eröffnet.“ International befinde sich Deutschland auf Platz sieben der umsatzstärksten Märkte für Spiele-Apps.

Dabei bringen sich Hard- und Software gegenseitig voran, betont Schenk: „Spiele-Apps treiben mit ihren stetig steigenden Anforderungen auch die Weiterentwicklung von Smartphones und Tablets voran.“


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aktualisiert am 25.01.2016

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