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4G-Netz

LTE: So schlecht ist das mobile Internet in Deutschland

Schnelles Surfen im mobilen Internet: Im Urlaub erfahren Millionen Deutsche gerade, wie gut das klappen kann. In Deutschland dagegen ist LTE vielerorts langsam. Und noch dazu teurer als im Ausland.


Köln. Herrliche Urlaubszeit: Sonne, Strand und Palmen. Und endlich vernünftig surfen. Im mobilen Internet.

Unzählige Deutsche merken gerade: Im Ausland düst man mit Handy und Tablet viel schneller durchs Web als hierzulande! Grund ist das maue deutsche LTE-Netz. Und das ist nicht nur lahm. Sondern auch noch teuer.

LTE-Speed

Die Übersichtskarte der Bundesnetzagentur belegt: Wer den gängigen Handytarif mit einem Download-Speed von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) bucht, kriegt im Alltag vielerorts nicht mal die Hälfte der Maximalgeschwindigkeit. Zwar haben Telekom, Vodafone und O2 sogar Anschlüsse mit bis zu 500 Mbit/s im Schaufenster. Vor allem in ländlicheren Gebieten lösen aber auch die bei Weitem nicht ein, was sie vorgeben.

Eine aktuelle Studie der britischen IT-Analyse-Firma Opensignal zeigt: Durchschnittlich ist man in Deutschland gerade mal mit 23 Megabit pro Sekunde unterwegs – das ist nur Platz 32 von 37 untersuchten europäischen Ländern!

In den Niederlanden ist das Netz fast doppelt so schnell. Und selbst in Armenien gibt’s mehr Tempo. Für die Studie machte Opensignal allein in Deutschland via App 855 Millionen Echtzeitmessungen auf fast 69.000 mobilen Endgeräten.

4G-Netzabdeckung

Auch bei der Verfügbarkeit sieht’s demnach mau aus. Das deutsche LTE-Netz ist mit einer Netzabdeckung von 66 Prozent „eines der schlechtesten in ganz Europa“. Spitzenreiter Norwegen erreicht 92, die Niederlande kommen auf 90 Prozent.

Preis

Wer mit dem Handy Filme streamen will, verbraucht massig Daten. Eine echte Mobil-Flatrate ohne Volumenbegrenzung aber ist teuer: rund 80 Euro pro Monat.

Im Ausland geht das günstiger. Laut Webportal Verivox kostet ein vergleichbarer Tarif in Großbritannien und Frankreich etwa die Hälfte, in Holland sogar nur 35 Euro.

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