Warum eigentlich …

locken sich Haare, wenn es regnet?

Endlich sitzt die Frisur – und dann das: Nieselregen und Schnee sorgen dafür, dass die Haarpracht wild in alle Richtungen absteht. Woher kommt der Kräusel-Effekt? „Die Haare nehmen die Feuchtigkeit aus der Luft auf“, erklärt Ludger Neumann, Wissenschaftlicher Direktor beim Kosmetik-Konzern L’Oréal in Düsseldorf.

Haare haben einen ovalen Querschnitt und eine interessante Struktur: Sie bestehen außen aus Keratinschüppchen, die wie Dachziegel überlappend liegen.

Das Innere des Haares erhält seine Festigkeit durch Keratinstränge, die wie die Fasern eines Schiffstaus umeinander gedreht sind. Haare nehmen mit zunehmender Luftfeuchtigkeit Wasser auf, wobei der Durchmesser zunimmt.

Das Wasser wird innerhalb der Haarstruktur ungleichmäßig gebunden. Die Folge: „Lockige Haare werden krauser, glatte Haare verlieren Volumen“, erläutert der Experte. „Das passiert selbst dann, wenn man das Haar zuvor mit der Bürste geföhnt oder sogar aufgedreht hat.

Und was hilft dagegen? Haar-Spezialist Neumann rät: „Haarfestiger, wasserfestes Haargel und Haarspray verhindern den Locken-Effekt.“


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