Warum eigentlich ...

... leuchten die Farben von Markierstiften so hell?


Foto: Eifrig

Ob knallgelb, grellgrün, neonrot, hellorange oder strahlend-blau: Markierstifte lassen Textstellen aufleuchten. Die springen dann als „Highlights“ ins Auge. So kann man Wichtiges hervorheben und findet sich in „Wortwüsten“ oder Tabellen schneller zurecht. Highlighter heißt der Textmarker deshalb im Englischen, Leuchtstift sagt man bei uns. Doch woher kommt die Leuchtkraft?

Eigentlich sind Textmarker ganz normale Filzstifte. Den Unterschied machen die Farbstoffe. Sie können nämlich fluoreszieren. „Das heißt: Sie nehmen etwa für unser Auge unsichtbares UV-Licht auf und strahlen es binnen Bruchteilen von Sekunden als sichtbares Licht wieder ab“, erklärt Hans Reichert. Er ist Projektleiter für Sicherheitsanwendungen bei der BASF (frühere Ciba).

Die eigentliche Arbeit bei dieser Um­wandlung leisten die Elektronen des Farbstoff-Moleküls, schildert Reichert. „Sie schlucken die Energie der UV-Strahlung, verbrauchen einen Teil davon und geben den Rest als Licht wieder ab.“ Und das ist für unser Auge nun gut sichtbar.

Die Farbe des Markierstifts reflektiert also nicht nur einen Teil des einfallenden Lichts, sondern strahlt zusätzlich Licht ab. Bis zu viermal heller kann ein Objekt dadurch erscheinen.

Übrigens: Den Fluoreszenz-Effekt von Farben macht man sich auch bei Sicherheits-Westen zunutze. Und Waschmittel arbeiten mit optischen Aufhellern, um vergilbte Wäsche weißer erscheinen zu lassen.

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Schlagwörter: Papierverarbeitung

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