Arbeitswissenschaft

Leistungsentgelt nach Maß


Engagierte Arbeit muss entsprechend bezahlt werden

Mainz. Topfit im Job, jederzeit blitzschnell Entscheidungen treffen können, die im Nachhinein auch in Zeitlupe betrachtet stimmen sollten – und die Welt schaut dabei auch noch zu: Das sind die Arbeitsbedingungen von Markus Merk, Weltschiedsrichter 2004, 2005 und 2007 im Fußball.

Und diese Arbeit unterscheidet sich nach seiner Ansicht gar nicht mal so sehr von der tagtäglichen Arbeit in den Betrieben. Merk: „Letztlich ist es egal, wo man seinen Job macht, die Leistung muss stimmen und sollte entsprechend honoriert werden.“

Motivation und Kommunikation

Und genau darum ging es beim diesjährigen arbeitswissenschaftlichen Forum in Mainz: Gute Leistung soll auch gut bezahlt werden. Merk war der Schlussreferent der Tagung, die sich ganz dem Thema Leistungsentgelt widmete. Bereits zum sechsten Mal seit 1999 wurde die Weiterbildungsveranstaltung durchgeführt. Über 300 Personalverantwortliche aus den Betrieben der Metallverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen daran teil.

Firmenvertreter berichteten über bereits erfolgreich praktizierte Entgeltmodelle in ihren Unternehmen.

Dem Arbeitgeber treu bleiben Diskutiert wurden unter anderem Leistungsentgelt, Motivation, Zielvereinbarungen, Mitarbeiterführung und die dazugehörige Kommunikation.

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Professor Michael Hüther, stimmte die Besucher gleich zu Beginn mit seinen Ausführungen zum Thema „Leistungsentgelt im Standortwettbewerb“ auf die Veranstaltung ein.

Hüther: „Wer sich am Arbeitsplatz wohlfühlt und feststellt, dass seine Leistung im Betrieb in jeder Beziehung Anerkennung findet, bleibt seinem Arbeitgeber treu. In Zeiten des zunehmenden Facharbeitermangels kann so eine Einstellung zukünftig entscheidend sein für die weitere Zukunft eines Unternehmens.“

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