Birnen mit langlebigen Leuchtdioden sind inzwischen günstiger zu haben

LEDs lohnen sich!

Modernstes Licht: Diese Spezialaufnahme zeigt das Innere einer brennenden LED-Birne. Foto: Roth

Frankfurt. Energiesparlampen waren nur ein Zwischenschritt: Besonders effizientes Licht liefern inzwischen Leuchtdioden, kurz LEDs.

„Bei der klassischen Glühbirne gingen 95 Prozent der Energie als Wärme verloren – LEDs dagegen verwandeln 95 Prozent des Stroms tatsächlich in Licht“, sagt Monika Schäfer-Feil von Licht.de (das ist ein Info-Portal der Beleuchtungsbranche).

Wie LEDs in Sachen Stromverbrauch andere Lichtspender in den Schatten stellen, zeigen Modellrechnungen der Stiftung Warentest. Der LED-Testsieger benötigte Strom für 3 Euro, die gleiche Menge Licht – eine Million Lumen-Stunden – gab es per Energiesparlampe für rund 6 Euro. Halogen-Lampen verbrauchten Strom für rund 26 Euro, Glühbirnen für 34 Euro.

Und auch in der Gesamtrechnung liegen die langlebigen LEDs inzwischen vorne, da die früher sehr hohen Anschaffungspreise inzwischen deutlich gesunken sind: Sie liegen kaum noch über den Preisen hochwertiger Energiesparlampen.

„LEDs haben handfeste praktische Vorteile, weil sie im Gegensatz zu Energiesparlampen keine Anlaufzeit brauchen“, erklärt Schäfer-Feil. „Häufiges Ein- und Ausschalten vertragen sie problemlos, ebenso Minusgrade.“ Außerdem kommen LEDs ohne umweltschädliches Quecksilber aus.

Bei LEDs erzeugen Halbleiter-Kristalle das Licht. Weil die Bauelemente so winzig sind, ermöglichen sie nebenbei ganz neue, filigrane Lampendesigns.

Angst vor unangenehm kaltem Licht muss man nicht haben: Man kann zwischen unterschiedlichen Weißtönen wählen. Auch buntes Licht und Farbwechsel für besondere Akzente sind möglich.

Wer dimmen will, muss beim Kauf gut aufpassen

Neue Lampen sind in der Regel nicht nötig: Man bekommt im Handel inzwischen LEDs mit den herkömmlichen Schraub- oder Steckfassungen.

Vorsicht ist allerdings bei Dimmern geboten. „Grundsätzlich sind LEDs dimmbar, aber nicht jede Lampe ist mit jedem Dimmer kompatibel“, so Expertin Schäfer-Feil.

Beim LED-Kauf sollte man auf Qualitätsware achten: Einige der von der Stiftung Warentest geprüften Modelle fielen vorzeitig aus oder spendeten schon bald viel weniger Licht als versprochen.


Schon Gewusst?

Lumen und Kelvin sind wichtig

  • Die Helligkeit wird inzwischen auf der Packung in Lumen (kurz „lm“) angegeben. Zur Orientierung: Eine alte 40-Watt-Glühbirne brachte gut 400 Lumen, eine 100-Watt-Birne 1200 bis 1400 Lumen.
  • Auch die Lichtfarbe in Kelvin (kurz „K“) ist wichtig: Werte um 3.000 stehen für gemütlich-warmes Licht. Neutrales Bürolicht liegt um 4.500 Kelvin, Werte über 5.000 zeigen kaltes Funktionslicht an.

Mehr zum Thema:

Früher musste man beim Glühbirnenkauf nur auf die Watt-Zahl achten. Das hat sich mit dem EU-Verbot der Stromfresser geändert. Heute gibt´s für die verschiedenen Leuchtmitteltypen mehrere Hinweise auf den Verpackungen. Wir bringen Licht ins Dunkel.

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