Kredit sucht Anschluss

Läuft die Zinsbindung aus, lohnen jetzt Vergleiche

Zumindest einen Vorteil beschert uns die Finanzkrise: Weil Anleger auf breiter Front Aktien in Festverzinsliche umschichteten, sanken die Zinsen – und das macht auch Baugeld billiger. Ein Grund mehr für Eigenheim-Besitzer, nach dem Ablauf der Zinsbindung nicht unbesehen das Anschluss-Angebot der Hausbank zu akzeptieren. Ein erneuter Vergleich lohnt. „Die Banken geben sich da oft keine Mühe mehr, da sie sich des Kunden sicher sind“, warnt Max Herbst, Inhaber der Frankfurter Finanzberatung FMH.

Nicht drängeln lassen

Kommt das Angebot der alten Bank erst kurz vor Ende der Zinsbindungsfrist, sollten sich die Kunden nicht verrückt machen lassen: „Schließlich kann die Bank den Kredit nicht ohne weiteres kündigen“, so Herbst. Und wenn die Bank eine Entscheidung fordert, obwohl der Kunde sich noch keinen Marktüberblick verschafft hat? Dann kann es sinnvoll sein, zunächst auf eine sogenannte „variable Finanzierung“ zu setzen – und sich in aller Ruhe einen Anbieter zu suchen, der bessere Konditionen bietet als der bisherige Darlehensgeber. Dass sich das lohnt, rechnet Herbst so vor: „Ein Zins-Vorteil von nur 0,25 Prozent macht bei einer 80.000-Euro-Anschlussfinanzierung nach zehn Jahren gut 2.100 Euro aus.“


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Normalerweise ist er die größte Anschaffung des Lebens: der Kauf einer eigenen Immobilie. Es gilt also, sich vor dem Gang zum Notar so gut wie nur irgend möglich zu informieren – sowohl, was das Objekt selbst und seine Lage betrifft, als auch über die Baufinanzierung.

aktualisiert am 27.09.2017

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