Haushalt

Lästiger Frühjahrsputz? Dank Chemie geht´s leichter!


So hilft uns raffiniertes Know-how beim Reinemachen

So schön die Frühlingssonne ist – sie entlarvt gnadenlos jedes Staubkorn. Also, ran an den Schmutz!

Zugegeben, beliebt ist der Frühjahrsputz nicht. Das hat eine Umfrage von Scotch-Brite, eine Marke des Mischkonzerns 3M Deutschland in Neuss bei Düsseldorf, und der Gesellschaft für Konsumforschung ergeben. Zum Glück erleichtert die Chemie die lästige Pflicht.

Marmormehl hilft beim Schrubben

Bestimmte Stoffe (Tenside) setzen die Oberflächenspannung von Wasser herab und ermöglichen, dass sich Wasser und Fette vermischen. Mit einem Wisch ist der Dreck weg. Und Essigreiniger lösen hässlichen Kalk.

Beim Schrubben hilft feinstes Marmormehl: In der Scheuermilch ist es in einer Flüssigkeit gelöst. „Die Körnchen sind viel kleiner als ein Millimeter“, erklärt Konstantin Bark, Sprecher des Konsumgüter-Herstellers Unilever in Hamburg.

Pfiffig: Im Gegensatz zum Pulver fügt man der Milch zusätzlich Tenside bei. So entsteht eine Doppelwirkung: Das Mittel wirkt mechanisch durch den Abrieb und chemisch durch den Zusatz. Rund sieben Millionen Liter Scheuermilch („Viss“) produziert der Konsumgüter-Konzern pro Jahr.

Beim Desinfizieren hilft eine spezielle Substanz („Natriumhypochlorit“). Bakterien und Viren haben da keine Chance: Es legt ihren Stoffwechsel lahm. Der Wirkstoff ist umweltfreundlich und zerfällt bei der Anwendung zu Wasser, Sauerstoff und Kochsalz, so die Hamburger Experten von Colgate-Palmolive („DanKlorix“).

uch in Putz-Utensilien steckt viel Know-how. Bei Freudenberg, Profi für Haushaltsprodukte („Vileda“) aus dem baden-württembergischen Weinheim, tüfteln Chemiker, Kunststoff- und TextilIngenieure permanent an neuen Lösungen. Die sollen das Putzen erleichtern. Wie die raffinierten Wischmopps: Das Gewebe der Feudel ist 100-mal dünner als menschliches Haar. Manche Vliesstreifen haben eine 3-D-Struktur.

Winzige Fangborsten ragen aus dem Vliesstoff: „Krümel verfangen sich nicht nur zwischen, sondern auch an den Streifen“, erklärt Produkt-Entwickler Jochen Wirsching. Wissenschaft steckt auch im Wringkorb, den man auf dem Wischeimer platziert: Die flexiblen Lamellen helfen beim Ausdrücken.

Jeder Duft ist einzigartig

Nach getaner Arbeit soll die Bude nicht nur glänzen, sondern auch gut riechen. Die Deutschen lieben die Zitrusfrische. „Damit assoziieren wir Sauberkeit“, weiß Stefan Rupp, Laborleiter beim Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble am Standort Worms, Rheinland-Pfalz.

In seinem Labor lagern in Regalen mehr als 1.200 Fläschchen mit Parfüm-Ölen, allein der Zitrus-Klassiker enthält 50 Stoffe. „Jeder Duft ist eine einzigartige Komposition“, schwärmt Rupp. Das Aroma des Reinigers soll unser Wohlgefühl wecken: „Die Nase putzt mit“, weiß der Profi.

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