Wirtschaftslexikon

Kurzarbeit

Mit Kurzarbeit versuchen Unternehmen, eine wirtschaftliche Schwächeperiode zu überbrücken. Anstatt Beschäftigte bei fehlender Auslastung zu entlassen, werden die Arbeitsstunden reduziert.

Die Einführung von Kurzarbeit sichert aber nicht nur Stellen. Auch für Unternehmen ist sie wertvoll: Denn so werden die Stammkräfte im Betrieb gehalten. Das ist besser, als Mitarbeiter zu entlassen und neue Kräfte im Aufschwung zu suchen und einzustellen.

Um die Einkommenseinbußen der weniger arbeitenden Beschäftigten abzufedern, gibt es das sogenannte Kurzarbeitergeld. Es wird auf Antrag eines Unternehmens von der Agentur für Arbeit gewährt und gezahlt – unter bestimmten Voraussetzungen.

Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate möglich

So muss etwa der Arbeitsausfall im Betrieb erheblich sein. Das ist rechtlich dann der Fall, wenn mindestens ein Drittel aller Beschäftigten auf jeweils mehr als 10 Prozent des Entgelts zu verzichten hat. Eine andere Bedingung: Der Mangel an Beschäftigung war nicht zu vermeiden. Branchen- oder betriebsübliche Gründe für eine geringe Betriebsauslastung, auch saisonale Schwankungen, werden nicht anerkannt. Denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich auf solche Entwicklungen vorbereiten.

Die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld beträgt in der Regel maximal 6 Monate. Allerdings kann das Bundesarbeitsministerium die Frist bis auf 24 Monate verlängern, wenn die Konjunktur es erfordert. Im Dezember 2012 beschloss die Bundesregierung eine Verlängerung auf 12 Monate. Die Beschäftigten bekommen in diesem Zeitraum jeden Monat 60 Prozent ihrer Nettoentgelteinbußen ersetzt. Wer ein Kind hat, erhält sogar 67 Prozent.


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