Weltweit wichtigste Branchen-Messe

Kunststoff: Unternehmen aus Rheinland-Pfalz präsentieren ihre Neuheiten auf der „K 2016“

Im Oktober treffen sich Tausende Kunststoff-Spezialisten aus aller Welt in Düsseldorf. Dort findet dann die Messe „K 2016“ statt. Auch zahlreiche Firmen aus Rheinland-Pfalz präsentieren innovative Werk- und Zusatzstoffe.

Einblicke: Die Messe „K“ in Düsseldorf ist der wichtigste Treffpunkt der Kunststoff-Branche. Foto: Voggel/Messe Düsseldorf

Einblicke: Die Messe „K“ in Düsseldorf ist der wichtigste Treffpunkt der Kunststoff-Branche. Foto: Voggel/Messe Düsseldorf

Düsseldorf. Ob Autoteile, Tabletgehäuse, Brillen, Haushaltsgeräte, Funktionskleidung, Verpackungen, Möbel, Fenster: Kunststoff begegnet uns praktisch überall im Alltag. Dank des Materials wächst sogar Gemüse in der Antarktis. Eine Sensation! Statt Fertigkost landen bei den Polarforschern frische Gurken und Tomaten auf dem Teller.

Möglich macht’s ein Gewächshaus aus Polymethylmethacrylat. Der Kunststoff trotzt extremen Minus-Temperaturen, heftigen Stürmen und lässt 91 Prozent des Lichts durch. Das Hightech-Material kommt vom Essener Spezialchemie-Konzern Evonik und ist bekannt als Plexiglas – die Produkte werden auch in Worms produziert.

Dass der Werkstoff noch mehr kann, zeigt das Unternehmen jetzt in Düsseldorf auf der weltweit wichtigsten Kunststoff-Messe „K“ (19. bis 26. Oktober).

3.100 Aussteller aus 60 Ländern präsentieren ihre Innovationen. Mehrere Firmen aus Rheinland-Pfalz sind dabei.

Mit über 18 Millionen Tonnen ist Deutschland der wichtigste Kunststoff-Produzent Europas

Allein landesweit arbeiten rund 19.000 Menschen bei Erzeugern und Verarbeitern, die 2015 rund 5 Milliarden Euro Umsatz erzielten. Deutschland zählt weltweit zu den stärksten Kunststoff-Herstellern. In Europa ist die Bundesrepublik mit gut einem Drittel der Produktion der wichtigste Standort.

Doch insgesamt lief das vergangene Jahr für die deutschen Produzenten eher durchwachsen, wie die Statistik vom Erzeugerverband Plastics Europe in Frankfurt zeigt. Die Firmen verzeichneten mit 18,45 Millionen Tonnen nur ein Mengenplus von 1,4 Prozent gegenüber 2014. „Im laufenden Jahr hat sich die Produktion aber nach ersten Schätzungen positiv entwickelt“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Baunemann.

Dünner, leichter, bruchfester – die Ansprüche an Kunststoffe nehmen zu. Vor allem neue Fertigungsverfahren wie der 3-D-Druck verlangen Hightech-Lösungen. „In der Auto-Industrie gewinnt diese Art der Schichtfertigung stetig an Bedeutung“, betont Baunemann. Sie spart gegenüber dem Spritzgussverfahren Zeit und Kosten und ermöglicht auch neue Designs. Forscher der BASF in Ludwigshafen beispielsweise tüfteln an geeigneten Materialien.

Im Fokus der Messe steht zudem das Thema Umweltschutz. „Wir sehen Kunststoff als entscheidenden Problemlöser in Sachen Nachhaltigkeit“, schildert der Experte, „in vielen Anwendungen sorgt er dafür, Ressourcen zu schonen.“ Spezielle Rezepturen verkürzen Prozesse und senken den Rohstoffeinsatz. Im Bau sparen Kunststofffenster teure Heizenergie ein – darauf hat sich etwa das Unternehmen Profine in Pirmasens spezialisiert.

Und: Folien werden dünner. Laut Marktforschung sind Verpackungen seit 1991 gut 25 Prozent leichter geworden, ohne an Funktion einzubüßen. Genau wie Plastikflaschen und -becher. Das allein sparte 2013 gut eine Million Tonnen Kunststoff.


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