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Kunstharz treibt Windräder an

In der Industrie kommen bevorzugt Materialen zum Einsatz, die sehr robust und leicht sind. Wie zum Beispiel für Rotorblätter von Windrädern. Hier – wie in vielen anderen Fällen – nutzt man Epoxidharz-Systeme.

Gigantisch: Das „B75“-Rotorblatt ist eine riesige Komponente aus Glasfaser. Foto: Siemens AG

Gigantisch: Das „B75“-Rotorblatt ist eine riesige Komponente aus Glasfaser. Foto: Siemens AG

Leuna. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen Chemikalien, leicht, schrumpfen beim Verarbeiten kaum, haben prima elektrische Isoliereigenschaften und eine sehr lange Lebensdauer: Epoxidharz-Systeme.

Man findet das Material in Lacken und Klebstoffen, in der Isolation auf Leiterplatten, der Bodenversiegelung auf dem Bau oder in Spachtelmasse. Und: Kunstharze ermöglichen Faserverbundwerkstoffe, etwa in Verbindung mit Glasfaser- oder Kohlefaserwerkstoffen. Zum Beispiel für Windkraft-Rotorblätter.

Rotorblätter können 80 Meter lang sein

Die jeweils gewünschten Eigenschaften erreicht man durch die gezielte Zusammenstellung von Epoxidharz, Reaktivverdünner und Härter. Sie reagieren miteinander, Fachleute sprechen hier von Polyaddition. Dabei entsteht ein festes sogenanntes Duroplast.

Die Rotorblätter moderner Windkraftanlagen können bis zu 80 Meter lang und 25 Tonnen schwer sein. Epoxidharz-Systeme haben dabei einen Materialanteil von rund 40 Prozent. Damit das Rotorblatt den hohen mechanischen Belastungen viele Jahre lang standhält, müssen die verwendeten Materialien beispielsweise punktgenau aushärten und dürfen nicht die kleinste Abweichung in Qualitätsstandards aufweisen.


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Der Energiehunger der Welt treibt den Ausbau der Windkraft an – und damit die Nachfrage nach Rotoren. Die bestehen zu einem großen Teil aus Epoxidharz. Das Material kommt von Leuna-Harze aus Schkopau.

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