Warum eigentlich ...

... kühlt Chemie eine Eisbahn


Foto: Eibner

Fans fiebern: Wer wird Eishockey-Weltmeister? Am 8. Mai starten die Spiele in der Heimspielstätte der „Adler Mannheim“. Obwohl es dort heiß hergeht, herrscht Eiszeit in der SAP-Arena. Damit das klappt, ist Chemie mit im Spiel.

„Eine Kunsteisbahn funktioniert wie ein Kühlschrank“, erklärt Eismeister Alfred Zylla. Für den Kühl-Kreislauf sorgt ein geschlossenes Rohrleitungssystem im Boden. Darin steckt ein Kältemittel, etwa Ammoniak.

Unter Druck wird das Gas flüssig.  Das macht – wie beim Kühlschrank – ein Kompressor. Das flüssige Ammoniak hat eine starke Molekülbindung – verdampft es wieder, wird viel Energie verbraucht.

Die entzieht es der Umgebung als Wärme, die Rohre kühlen rasch ab, das Gas erwärmt sich. In Wärmetauschern (Kondensatoren) wird es wieder abgekühlt und verflüssigt, der Kühlkreislauf beginnt von vorn. Ist das Rohrnetz bei minus zehn Grad Celsius kalt genug, gefriert aufgesprühtes Wasser auf dem eiskalten Untergrund sofort. „Wir bauen das Eis Schicht für Schicht auf. Eine tragfähige Eisdecke braucht einen Tag“, so Zylla. Für das Spiel hält er die Eisfläche konstant bei minus vier Grad.

Übrigens: Für mobile Eisbahnen nutzt man statt der Rohre spezielle Kautschukschläuche.

GKW

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang