Kleine Geschäfte per Internet

Krempel online verkaufen: Was Anfänger wissen sollten

Das passt nicht wirklich: Dieses Teil geht wohl postwendend zurück ... Foto: Roth

Berlin. Jeder Zweite verscherbelt inzwischen Sachen im Web: „Was früher verschenkt, weggeworfen oder auf dem Flohmarkt angeboten wurde, wird heute im Internet verkauft“, heißt es beim Hightech-Verband Bitkom. Jeder Zehnte hat laut Bitkom-Umfrage sogar schon größere Sachen wie etwa Möbel online vertickt.

Tippfehler können teuer kommen

Wer sich als Neuling an den PC setzt, um aus Krempel Kohle zu machen, sollte vor allem wissen:

• Nicht schummeln ist das oberste Gebot – die Beschreibung muss stimmen. Einfach einen beliebten Suchbegriff wie „iPod“ anzuhängen, der mit dem eigenen Angebot gar nichts zu tun hat, ist verpönt. Und ein zerkratztes Handy bietet man nicht als „neuwertig“ an.

Denn ist der Käufer unzufrieden, bekommt man bestimmt keine positive Bewertung – „und die ist die wichtigste Währung für wiederholte Verkäufe im Internet“, sagt Tobias Arns, Bitkom-Bereichsleiter für soziale Medien.

• Gut präsentieren bringt mehr Geld: „Die Produkte sollten mit selbst geschossenen Fotos versehen sein“, rät Arns, „so sieht der Käufer den Zustand des Artikels.“ Die Bilder dürfen jedenfalls nicht einfach von anderen Seiten (auch nicht denen des Herstellers) kopiert werden! „Die sind urheberrechtlich geschützt“, warnt Arns. Mehr dazu lesen Sie hier auf AKTIVonline.

Texten sollte man ebenfalls selbst und möglichst präzise: Marke, Produkt, Eigenschaften, Zustand – diese Reihenfolge hat sich bewährt. Tippfehler wären kritisch: „Tupperware“ mit einem „p“ wird kaum angeklickt, weil danach ja niemand sucht.

Grelles Neongrün und zehn Ausrufezeichen wirken unseriös. Auch mit fetter und farbiger Schrift sollte man sparsam sein, empfiehlt die mit Abstand größte Auktionsplattform ebay.de ihren Nutzern (auf Platz zwei in Deutschland: hood.de). Alternativ kann man auf Anzeigen-Portale setzen (mehr darüber jetzt auf aktiv-online.de/kleinanzeigen). Oder eines der zahlreichen Ankaufsportale nutzen (wie etwa flip4new.de, momox.de oder rebuy.de).

• Gewährleistung ausschließen – das ist wichtig, hilft allerdings nur bedingt. „Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung“: Mit dieser Formulierung kann man zwar die gesetzlich festgelegte Haftung für Fehler am Produkt ausschließen. Doch wer in der Beschreibung gravierende Mängel verschweigt, den schützt auch dieser Passus nicht (Bundesgerichtshof, 19.12.12, VIII ZR 96/12).


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aktualisiert am 29.03.2016

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