Urteil

Krankgeschrieben im Einsatz: Fristlose Kündigung

Renovierung: Mit gutem Gewissen hilft sich’s leichter. Foto: Fotolia

Ein kranker Mitarbeiter „muss sich so verhalten, dass er bald wieder gesund wird; er hat alles zu unterlassen, was seine Genesung verzögern könnte“. Daran erinnert nun ein Urteil aus Mainz, das den fristlosen Rausschmiss eines Masseurs bestätigt hat.

Der Mann war wegen Atemnot und Herzrasens für zehn Tage krankgeschrieben. Statt sich zu schonen, half er tagelang bei der Renovierung des Hauses seiner Tochter – wie ein Detektiv beobachtete. „Auch im Interesse der anderen Arbeitnehmer, die die Arbeit des Krankgeschriebenen miterledigen müssen, kann ein solches Verhalten nicht hingenommen werden“, heißt es im Urteil.

Die Kollegen sahen das wohl auch so. Ein Tipp aus der Belegschaft hatte die Firma nämlich erst dazu veranlasst, den Detektiv auf die Baustelle zu schicken (Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, 11.7.13, 10 Sa 100/13).


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