Social Media

Kontakte knüpfen


Warum bayerische M+E-Firmen soziale Medien wie Facebook und Twitter nutzen

München/Schweinfurt/ Marktoberdorf. Das Internet ist eine große Erfolgsgeschichte. 20 Jahre nach seinem Start haben allein in Deutschland rund 51 Millionen Menschen einen Zugang ins weltweite Netz. Das sind fast drei Viertel aller Bundesbürger.

Der jüngste Trend heißt Web 2.0. Darüber können Menschen rund um die Erde so schnell und einfach Informationen untereinander austauschen wie nie zuvor – oder sich Fotos und Filme zeigen. Facebook, Twitter und Youtube sind die bekanntesten dieser noch relativ jungen sozialen Medien – auf Englisch: „Social Media“.

Auch Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie nutzen die modernen Kanäle – etwa um sich zu präsentieren, für Produkte zu werben, Kunden zu beraten oder Arbeitskräfte zu finden.

„Das Reizvolle ist die direkte und schnelle Kommunikation“, sagt Inés Gutiérrez, Mitarbeiterin im „Social Media Team“ des Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns MAN. Und die Vielfalt ist riesig: ob Fragen ans Unternehmen, der Austausch mit Kunden oder ein Forum für „Trucker‘s World“, den Club der Fans von MAN-Lkws. „Außerdem können wir im Netz auf ganz neue Themen und Gesprächspartner stoßen“, fügt Gutiérrez hinzu.

Seit zweieinhalb Jahren ist MAN in den sozialen Medien präsent. Eine wichtige Zielgruppe sind auch die Mitarbeiter und diejenigen, die der Konzern als Beschäftigte erst noch für sich gewinnen will. Ihre Plattform auf Facebook heißt „MAN careers“.

Kunden bekommen ganz schnell Antwort

Dort können zum Beispiel Studenten, die von dem Unternehmen mit einem Stipendium unterstützt werden, ihre Erfahrungen austauschen. Aber auch die Aufnahme eines Kontakts für eine Bewerbung ist auf diesem Weg möglich.

Soziale Medien eröffnen nicht nur Konzernen neue Möglichkeiten in der Kommunikation – auch dem Mittelstand. So tummelt sich das Schweinfurter Unternehmen SenerTec, das 140 Mitarbeiter beschäftigt, unter anderem auf Facebook und Youtube. „Auf diese Weise können wir uns modern und aufgeschlossen präsentieren“, erklärt Marketing-Assistent Christopher Tate.

SenerTec stellt Mini-Blockheizkraftwerke mit dem Namen „Dachs“ her – etwa für Mehrfamilienhäuser sowie für kleine und mittlere Betriebe. Die Vorzüge der Anlage und wie sie produziert wird, zeigt das Unternehmen in einem Youtube-Video.

„Wir achten aber schon darauf, dass sich der Aufwand in Sachen Social Media für uns in Grenzen hält“, berichtet Tate. Wichtig allerdings: Kunden oder Interessenten sollen nicht lange auf Antworten warten müssen. Zum Beispiel, wenn sie sich über den Preis für den „Dachs“ oder nahegelegene Händler informieren wollen. „Neue Beiträge auf unseren Facebook-Seiten werden uns per E-Mail mitgeteilt“, erzählt Tate. „Somit können wir immer schnell reagieren.“

In den Startlöchern steht der Allgäuer Traktor-Hersteller Fendt: Im November soll die eigene Facebook-Seite freigeschaltet werden. Dann findet in Hannover die Agritechnica statt, die größte Messe der Welt für Landtechnik. „Das ist ein guter Zeitpunkt, um den Dialog mit Kunden auf Facebook zu beginnen“, sagt Sepp Nuscheler, der Leiter Presse und Werbung von Fendt.

„Täglich 2.000 Besucher auf fendt.tv“

Auf Youtube ist das Unternehmen schon seit 2010 sichtbar. In der Mediathek www.fendt.tv gibt es ein Programm mit Filmen über Produkte und Veranstaltungen wie den Deutschen Bauerntag und Messen. Fast jede Woche kommt ein neuer Beitrag dazu.

Und das Interesse daran kann sich sehen lassen. „Auf fendt.tv haben wir täglich rund 2.000 Besucher“, berichtet Nuscheler. Insgesamt zählt das Unternehmen auf seinen Internet-Seiten am Tag sogar knapp 10.000 Interessierte.


INFO Soziale Medien

Facebook: Das größte soziale Online-Netzwerk in der Welt mit rund 750 Millionen Mitgliedern – davon mehr als 20 Millionen in Deutschland. Angemeldete Nutzer können sich auf einer „Profilseite“ vorstellen, Nachrichten schreiben und Fotos oder Filme zeigen.

Google+: Seit kurzem Konkurrent von Facebook. Die Zahl der Nutzer wird auf mehr als 25 Millionen weltweit geschätzt.

Youtube: Portal, auf dem Musik-Videos, Film- und Fernseh-Ausschnitte zu sehen sind. Dort kann jeder seine selbst gedrehten Videos hochladen.

Twitter: Plattform, um kurze Nachrichten mit maximal 140 Zeichen zu verbreiten – die sogenannten Tweets.

Blog: Tagebuch, um Gedanken, Eindrücke oder Erfahrungen öffentlich zu machen. Einträge werden Posts genannt.

 

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