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Konsumklima-Index

Sind die Verbraucher in Kauflaune oder sparen sie lieber viel? Die Stimmung in Deutschland in letztlich einer Zahl darzustellen, ist das Ziel des Konsumklima-Indexes. Das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg ermittelt ihn seit 1980.

Dazu werden jeden Monat rund 2.000 Verbraucher ab einem Alter von 14 Jahren zwölf Monate befragt. Und zwar nach folgenden Aspekten: die für die nächsten zwölf Monate erwartete Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage (Konjunktur) und der finanziellen Lage (Einkommen) des eigenen Haushalts sowie die aktuelle Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen.

Vor allem der letzte Punkt gibt Industrie und Handel einen wichtigen Hinweis auf die Nachfrage in nächster Zeit nach Produkten wie zum Beispiel Elektrogeräten, Möbeln oder Autos. Die GfK schlüsselt die Informationen über Kaufvorhaben für 20 Bereiche von Waren und Dienstleistungen auf.

Der Wert fließt in das EU-Verbrauchervertrauen ein

Berechnet wird der Konsumklima-Index aus den Antworten auf alle drei Aspekte (Konjunktur, Einkommen, Anschaffungsneigung). Der Prozentsatz der negativen Antworten auf die jeweilige Frage wird von den positiven abgezogen. Das ergibt dann den jeweiligen Saldo.

Die Salden der drei einzelnen Fragen werden so umgerechnet, dass der gesamte Index im langjährigen Durchschnitt bei 0 liegt. Im Juni 2014 betrug der Wert plus 8,6. Das war die höchste Zahl seit Ende 2006. Darin kommt eine überdurchschnittliche Zuversicht für die Entwicklung von Konjunktur und Einkommen zum Ausdruck sowie eine relativ hohe Bereitschaft für größere Anschaffungen.

Die GfK ermittelt den Konsumklima-Index im Auftrag der EU-Kommission. Diese veröffentlicht monatlich das Verbrauchervertrauen in der gesamten Europäischen Union, in das der deutsche Wert einfließt.


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Schlagwörter: Konsum Forschung

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