Themen-Special: Arbeitszeit

Kommentar: Mehr Flexibilität nutzt allen

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Foto: Verband

Das Bundesarbeitsministerium überschlägt sich derzeit mit Vorschlägen, wie den Beschäftigten mehr Rechte für flexibles Arbeiten eingeräumt werden können. Dabei wird aber etwas Entscheidendes übersehen: Es gab für die Beschäftigten noch nie so viel Gestaltungsspielraum bei der Arbeitszeit wie heute.

Die große Umfrage unter Mitarbeitern unserer Branche hat daher auch gezeigt: Die meisten sind mit ihren Arbeitszeit-Bedingungen weitgehend zufrieden.

Klar ist jedoch: Arbeit kann nicht nur an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausgerichtet werden. Sie muss sich an Kunden- und Marktanforderungen orientieren, womit die Mehrheit der Mitarbeiter aber auch gar kein Problem hat.

Allerdings könnten Mitarbeiter und Unternehmen noch besser von flexiblen Arbeitszeit-Modellen profitieren, wenn die gesetzlichen und tariflichen Vorgaben endlich modernisiert würden.

Die Regeln sind nämlich für unsere heutige Arbeitswelt einfach zu starr – und behindern so auch Flexibilitätswünsche der Arbeitnehmer.


Die weiteren Artikel des Themen-Specials:

Flexible Modelle für Eltern, Schichtplanung per Smartphone, Jahres- statt Wochenarbeitszeit: So sorgen Unternehmen aus Baden-Württemberg für mehr Flexibilität – etwa der Automations-Spezialist Balluff aus Neuhausen/Fildern.

In der Metall- und Elektro-Industrie gilt hierzulande seit 1995 die 35-Stunden-Woche. Wie ist das eigentlich entstanden, und wie viel arbeiten die Leute in anderen Branchen und Ländern? Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Bundesregierung will das Arbeitszeitgesetz modernisieren. Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erklärt, worauf es dabei für die Unternehmen maßgeblich ankommt und weshalb die Politik mutiger sein sollte.

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