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Kinder, das gibt Arbeit: Neue Rechnung zur Stabilität der Staatsfinanzen

Hat was vor sich: Ein junger Problemlöser in Aktion. Foto: Fotolia

Auf die Jüngeren kommt noch ein kniffliger Job zu: zwei gewichtige Dinge ins Gleichgewicht zu bringen, nämlich die Einnahmen und Ausgaben des Staates.

Okay, der Finanzminister meldete da gerade Vollzug: „Wir geben nur aus, was wir einnehmen.“ Für 2015 – und die drei Jahre danach – plant er unter „Neuverschuldung“ mit einer glatten Null; 2010 waren es 44 Milliarden Euro. „Ein Signal der Verlässlichkeit.“

Blöd nur, dass Wissenschaftler zugleich eine zweite, umfassendere Rechnung aufmachten. Danach sind die gesamten aufgehäuften Staatsschulden im laufenden Haushaltsjahr enorm gestiegen – von 227 auf 241 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. In dieser Bilanz zählen auch staatliche Leistungsversprechen mit, die durch das heutige Abgabenniveau nicht gedeckt sind.

Vor allem das jüngste Rentenpaket erhöhte die so definierte Schuldenlast, erklärte der Freiburger Professor Bernd Raffelhüschen. „Zur Begleichung müsste jeder heute lebende Bürger bis zum Lebensende zusätzlich 300 Euro pro Monat abführen.“


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