Arbeitsplätze

Keine Angst!


Die Furcht vor dem Absturz geht zurück

Hamburg. Frühstückspause in schwindelnder Höhe: Bauleute 1931 in New York, auf dem Empire State Building. So ungesichert fühlten sich auch viele Arbeitnehmer hierzulande: Sie hatten Angst, den Job zu verlieren. Doch das war gestern!

„85 Prozent aller Deutschen halten ihren Arbeitsplatz für sicher“, meldet das Magazin „Spiegel“, sonst nicht für beruhigende Schlagzeilen bekannt. Ein Spitzenwert: Vor vier Jahren hatten sich in einer Umfrage der „Wirtschaftsjunioren“ nur 44 Prozent so zuversichtlich geäußert. Seitdem stieg die gefühlte Sicherheit stetig.

Derzeit entstehen ja auch Tag für Tag über 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze: „Die Erwerbstätigkeit nimmt im Jahresdurchschnitt 2008 voraussichtlich um 400.000 Personen zu“, teilt Wirtschaftsminister Michael Glos mit.

Gelassenheit ist begründet

Haben wir nächstes Jahr  sogar weniger als drei Millionen Arbeitslose? Glos: „Ich sehe diese Marke als Herausforderung für die Wirtschaftspolitik. Wer jetzt das Verteilen vor das Erwirtschaften stellt, verbaut gerade den Menschen Wege in die Zukunft, für die es nicht leicht ist, ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu nutzen.“

Die neue Gelassenheit derer, die in Lohn und Brot sind, ist begründet – trotz Schlagzeilen à la Nokia: „Der Stellenabbau bei einigen Großunternehmen ist kleiner als der unspektakuläre Aufbau an Beschäftigung in kleinen und mittleren Betrieben“, betont Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit.

Aktuelle Daten seiner Behörde zeigen: Das Risiko, unfreiwillig den Job zu verlieren, ist extrem gering.

Nur jeder Dritte, der sich im März 2008 arbeitslos meldete, hatte zuvor überhaupt einen regulären Job – fast alle anderen waren vorher in Ausbildung, arbeitsunfähig oder nicht arbeitsuchend.

Pro Monat landet höchstens einer von 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beim Arbeitsamt.

Nur noch 28 Prozent der „Personalabgänge“ in den Betrieben beruhen auf Kündigungen seitens der Firma (inklusive Sozialplan-Maßnahmen). Häufiger ist inzwischen eine Kündigung durch den Mitarbeiter selbst.

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