Wachstum

Kautschuk steht auf Standort D


Immer mehr Geld fließt in die heimische Produktion

Frankfurt. Das Vertrauen in den Standort Deutschland kehrt zurück. Die Betriebe sind wieder bereit, mehr in neue Maschinen, Anlagen und Gebäude zu investieren.

Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen der deutschen Kautschuk-Industrie rund 720 Millionen Euro dafür ausgegeben. Das ist im Vergleich zum Jahr 2006 ein Plus von 4,3 Prozent. Diese Zahlen hat der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschuk-Industrie (wdk) ermittelt.

Die Wirtschaftsexperten berichten über eine Trendwende: Das Investitionsgeld floss nicht mehr wie früher hauptsächlich in ausländische Produktionsstätten, sondern in erster Linie in den Standort D.

Das deckt sich auch mit einer anderen Beobachtung: Seit 2006 verlagern immer weniger Betriebe Teile der Produktion ins Ausland. Im letzten Jahr waren es noch 21 Prozent der Betriebe (2006: 31 Prozent). Für 2008 planen nur noch 15 Prozent der Unternehmen Verlagerungen.

Forschung ist angesagt

Ständig neue, hochwertige Produkte mit ausgereifter Technik zu entwickeln – das ist die Kernkompetenz der Kautschuk verarbeitenden Unternehmen in Deutschland. Dafür wurden im Jahr 2007 Entwicklungsbudgets von insgesamt mehr als 300 Millionen Euro bereitgestellt. Tendenz steigend: 38 Prozent der Unternehmen haben ihre Anstrengungen ausgebaut, mehr als die Hälfte (56 Prozent) hielten die hohen Aufwendungen konstant und nur 6 Prozent mussten die Mittel für Forschung und Entwicklung kürzen.

Das Beispiel der Warsteiner Gummiwerke (WAGU) unten auf dieser Seite zeigt: Die Investitionen in Menschen und Maschinen lohnen sich. Denn moderne, rationell arbeitende Anlagen halten die Unternehmen am globalen Markt wettbewerbsfähig. Und neue Arbeitsplätze entstehen auch.

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