Warum eigentlich ...

... kann man Papier reißfest machen?


Foto: Eifrig

Haben Sie sich auch schon geärgert, wenn die Post zerfleddert im Briefkasten steckt? Und schlimmer noch: Wenn Dokumente raushängen, nass und schmuddelig sind? Ach, könnte man Papier doch reiß- und wasserfest machen …

Kann man! Den robusten Umschlag gibt es. Das Material ist hellweiß und fühlt sich seidig an. Es sieht aus wie Papier, ist aber ein spezieller Polyethylen-Kunststoff. Er macht des Briefempfängers Träume wahr. Entwickelt haben ihn Wissenschaftler vom Chemie-Riesen DuPont.

„Wir machen endlose, hauchdünne Fasern“, sagt Barbara Casarin, Wissenschaftlerin bei DuPont. „Diese Fasern verschweißen wir unter Wärme und Druck zu einem Spinnvlies.“ Heraus kommt ein Material, das in seiner Struktur an Filz erinnert („Tyvek“), sehr reißfest und dazu recycelbar ist.

Man kann aber auch normales Papier robuster machen. Mischt der Papiermacher bei der Produktion Kunststoff-Fasern bei, erhält er ein reißfestes Papier. Oder man gibt bei der Herstellung sogenannte Nassfestmittel zu. Das sind spezielle Kunststoffe, die die Papierfasern stärker miteinander vernetzen. Das erhöht die Festigkeit von nassem Papier. Am bekanntesten ist der reißfeste Küchenkrepp. Aber auch Kartons, Landkarten und Geldscheine enthalten Nassfestmittel.

Tipp: Das echte „Kunststoff-Papier“ eignet sich zur Zweitverwertung: „Daraus lässt sich mit etwas Geschick eine hübsche Vase falten. Wasser einfüllen, Blumen rein – fertig ist das Schmuckstück“, rät Forscherin Casarin.

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