Warum eigentlich ...

... kann man mit Silber Bakterien bekämpfen?


Foto: Hansaplast

Silber – die meisten Menschen denken dabei an Pokale, Schmuck und Kerzenständer. Doch das Edelmetall kann auch Keime abtöten. Hersteller von Socken, Sportunterwäsche, Reinigungstüchern, Heftpflastern und Deos werben jedenfalls damit. Was ist dran an der desinfizierenden Wirkung? Und wie geht das?

Tatsächlich wirkt das Metall Silber antibakteriell. In Wasser lösen sich aus dem Metall immer einige Silberteilchen als geladene Silber-Ionen heraus. „Diese Silber-Ionen greifen die Bakterien gleich an mehreren Stellen an“, erklärt Uwe Landau, Professor und Inhaber der Firma Largentec Vertrieb. „Sie zerstören wichtige Enzyme, destabilisieren die Zellwand und stören die Vermehrung der Mikroben.“

Bekannt ist der Effekt schon länger. Unsere Großmütter hielten zum Beispiel mit einer Silbermünze die Milch frisch. „Forscher haben jetzt winzige Nano-Silberteilchen entwickelt, die sie auf Fasern oder Oberflächen aufbringen oder in Materialien einarbeiten“, sagt Landau. Und versuchen so in der Medizin Geräte keimfrei zu halten.

Die neueste Entwicklung: Man setzt Silber gemeinsam mit Platin ein. Das wirkt noch besser, speziell dort, wo sich viele Keime in Flüssigkeiten tummeln, so Landau.

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Schlagwörter: Forschung

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