Warum eigentlich ...

... kann man mit einer Klimaanlage kühlen?


Wenn die Sonne aufs Autodach oder durch die Fenster knallt, herrscht drinnen schnell Tropenhitze. Das ist schweißtreibend und schadet der Konzentration. Deswegen haben Autos und Büros oft eine Klimaanlage. Doch wie funktioniert der Kältespender?

„Eine Klimaanlage arbeitet genauso wie ein Kühlschrank“, sagt Ralf Herkelmann, Kältemittel-Experte beim Unternehmen Solvay. „Auf der einen Seite des Systems entzieht die Anlage der Luft Wärme und gibt sie auf der anderen ab.“ Möglich macht das ein sogenanntes Kältemittel. Es wechselt leicht vom flüssigen in den gasförmigen Zustand und transportiert dabei die Wärme von innen nach außen.

Im Einzelnen funktioniert das so: Ein Ventilator saugt die warme Raumluft an Rohre mit Kältemittel. Dort kühlt die Luft ab, das Kältemittel nimmt dabei Wärme auf, erhitzt sich und wird zum Gas. So strömt es auf die Außenseite der Anlage, wo ein Kompressor es mit hohem Druck wieder verflüssigt. Dabei gibt die Substanz die innen aufgenommene WärmeEnergie an die Außenluft ab und fließt dann zurück auf die Innenseite, wo der Kreislauf von vorne beginnt.

Grundlage für die Mischungen in Auto- und Supermarkt-Kälteanlagen ist heute Fluorwasserstoff.  Solvay gewinnt ihn in Bad Wimpfen aus Fluss-Spat.

Tipp: Klimaanlage nie zu kühl einstellen. Bei Unterschieden von mehr als 8 Grad Celsius zur Außentemperatur drohen Erkältung oder gar ein Hitzeschock.

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Schlagwörter: Technik-Trends

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