Warum eigentlich ...

... kann man mit Bleichmitteln Textilien entfärben?


Foto: Roth

Beim Waschen kann man mitunter ein blaues Wunder erleben. Etwa wenn man die nagelneue Jeans mit hellen Klamotten zusammen in die Maschine steckt. Danach sind Hemden, Blusen und T-Shirts oft blau verfärbt. Was nun? Wie kriegt man den Blaustich raus?

Wer wieder makellose Textilien möchte, muss mit Entfärber oder Bleichmittel ran. „Die knacken das Farbstoffmolekül und zerstören dabei die chemischen Bindungen, die die Färbung hervorrufen“, erklärt Ulrike Sudholt, Chemie-In­genieurin bei der Firma CHT R. Beitlich in Tübingen.

Das geschieht etwa dadurch, dass die Entfärber Sauerstoff freisetzen. Ein be­kanntes Bleichmittel ist zum Beispiel Wasserstoffperoxid.

Doch ein wenig Vorsicht ist beim Entfärben von Texti­lien schon angesagt, besonders wenn das gute Stück farbig ist. Man sollte deshalb die Gebrauchsanweisung genau beachten, rät die Expertin: „Lässt man ein Kleidungsstück zu lange im Entfärberbad, kann auch die ursprüngliche Farbe verloren gehen.“ Und die eigentlich gelbe Baumwoll-Bluse ist auf einmal weiß.

Zudem kann die Entfärbekur das Gewebe angreifen. Wolle und Seide sind da empfindlicher als Baumwolle.

Übrigens: Auch Rotweinflecken kann man mit Entfärbern zu Leibe rücken, weiß die Expertin. Nur Blutflecken nicht. „Sie bekämpft man am besten mit Enzymen.“ Deshalb stecken die in vielen Waschmitteln.

GKW

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