Warum eigentlich …

... kann man Aluminium löten?


Foto: Werk

Autobauer setzen auf Aluminium. Selbst in Motorkühlern oder Klima-Anlagen stecken die leichten Bleche. Sie zusammenzulöten, ist aber nicht so einfach.

Ein spezielles Lot (Aluminiumlegierung) fügt die Bauteile zusammen. Der Trick: Sein Schmelzpunkt (bei 577 Grad Celsius) liegt unter dem der Aluteile (bei 640 Grad Celsius). „Man trägt die Legierung auf, steckt die Bauteile zusammen und erhitzt das Ganze, bis das Lot schmilzt, nicht aber das Aluminium. So entsteht eine dauerhafte Verbindung“, sagt Hans-Peter Wickel, Werkleiter beim Chemie-Unternehmen Solvay in Bad Wimpfen.

Das sogenannte Hartlöten passiert in Öfen unter einer Schutzgas-Atmos-phäre, etwa Stickstoff. Zuvor muss aber die natürliche Oxidschicht auf der Oberfläche der Bauteile entfernt werden. Wickel: „Sie verhindert, dass sich das Lot mit dem Alu verbindet.“ Dabei hilft ein spezielles weißes Pulver (Lötflussmittel). Es schmilzt noch früher als das Lot-Material, bricht die Oxidbarriere auf und sorgt so für den freien Fluss des Lots.

Übrigens: „Alu“ sind meist Legierungen mit Zusätzen von Eisen, Kupfer, Mangan, Silizium und Magnesium. Die Zusammensetzung macht Alu fester oder weicher.

GKW

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