Preisverleihung

Junge Forscher ausgezeichnet


Von links: Professor Ulrich Giese (Vorsitzender DIK), Hans Wulf, Andre Bögeholz, Luciane Klafke de Azeredo, Sven Vogt (Vorsitzender ADK), Juliane Fritsche, Volker Schmidt (Hauptgeschäftsführer ADK).

Arbeitgeber belohnen Bereitschaft zum Experimentieren

Fulda. Eine Idee macht Furore: „Der Förderpreis der Deutschen Kautschukindustrie“, zum vierten Mal verliehen, hat in der Branche von sich reden gemacht. Der Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie hat dieses Mal gleich mehrere herausragende wissenschaftliche Leistungen am Deutschen Ins-titut für Kautschuktechnologie (DIK) ausgezeichnet.

„Unsere Unternehmen brauchen mehr denn je Erfindergeist und Experimentierbereitschaft“, so Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. „Hinter den Ideen der Forscher stecken neue Möglichkeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern.“

Der Verband, dem ungefähr 100 Betriebe mit fast 30.000 Beschäftigten angehören, will mit dem Preis dazu beitragen, den Stellenwert naturwissenschaftlicher Studiengänge zu erhöhen und die Attraktivität der Berufe in der Industrie zu steigern.

Die Preise sind mit je 3.000 Euro für die Doktorarbeiten und je 1.500 Euro für die Diplomarbeiten dotiert.

Die Preisträger und ihre Ideen:

Unkritische Weichmacher: Wie brisant ist ein Hautkontakt mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen? Diese Weichmacher in Gummi-Produkten waren zuletzt nicht mehr in Heimwerker- und Haushaltsprodukten zu finden. Das Ergebnis der Diplomarbeit von Andre Bögeholz: Der Kontakt ist unkritisch.

So organisiert sich Gummi: Für seine mit einer „glatten Eins“ bewertete Diplomarbeit wurde der Informatiker Hans Wulf ausgezeichnet. Er entwickelte ein Programm, das Selbstorganisationsvorgänge in Gummi-Werkstoffen untersucht. Damit will er sich auch in seiner Doktorarbeit beschäftigen.

Wie Elastomere wirken: Die aus Thüringen stammende Juliane Fritsche wurde für ihre Forschung zu den Wirkungsmechanismen verstärkter Elastomere ausgezeichnet. Sie habe dies durch eine besonders sorgfältige und systematische Arbeitsweise in ihrer Doktorarbeit getan, so die Laudatio. Seit April bringt sie ihre Kenntnisse in die Entwicklung von Lkw-Reifen bei Continental ein.

Nanotechnik hilft: Dass sich die Leistung von Elastomerbauteilen durch Nanotechnologie erhöhen lässt, beweist Luciane Klafke de Azeredo in ihrer Doktorarbeit. Das sei weltweit so noch nicht nachgewiesen, lautet die Begründung. Ihr Ziel: „In Brasilien für ein deutsches Kautschuk-Unternehmen arbeiten.“

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