Ausbildung

Jugend mag’s traditionell


Auszubildende in der M+E-Industrie: Hier sind nur 7 Prozent der gewerblichen Lehrstellen mit einer Frau besetzt. Foto: Roth

Technische Berufe bei Frauen nach wie vor wenig beliebt

Düsseldorf. Die Jugendlichen orientieren sich bei der Berufswahl immer noch am traditionellen Rollenverständnis – auch in Nordrhein-Westfalen. Während die meisten jungen Männer im Ausbildungsjahr 2010 den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers (früher Kfz-Mechaniker) lernten, lassen sich die meisten Frauen zur Arzthelferin ausbilden.

Wie in den Vorjahren konzentriert sich das Interesse der jungen Menschen auf je 25 Lehrberufe: Bei den weiblichen Azubis sind es 76 Prozent und bei den männlichen immerhin 64 Prozent.

Die Frauen machen nach wie vor einen Bogen um technische Berufe. Beispiel Metall- und Elektro-Industrie: Zuletzt konnten hier bundesweit gerade mal 7 Prozent aller gewerblichen Lehrstellen mit einer Frau besetzt werden.

Kreativität statt Kraft

Dabei wirbt die Branche intensiv um den Nachwuchs – und hat verstärkt auch die Frauen im Blick. Unter anderem setzt sie dazu sogenannte M+E-InfoMobile ein. Das sind Gelenkbusse, die mit technischen Mitmach-Stationen ausgestattet sind. Sie zeigen, dass eine Ausbildung in der M+E-Industrie in erster Linie Köpfchen und Kreativität statt Kraft erfordert.

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