Betriebe können nicht alle Lehrstellen besetzen

Jugend hat beste Chancen

Bonn. Rechnerisch ist der Nachwuchs überversorgt: Auf 100 Schulabgänger, die eine Lehrstelle suchen, kamen im Vorjahr 104,2 Angebote. Das weist der neue Berufsbildungsbericht aus. „Jugendliche haben selten so gute Chancen auf einen interessanten Ausbildungsplatz gehabt wie heute“, sagt Bildungsministerin Johanna Wanka.

Entsprechend ist es für viele Betriebe noch schwieriger geworden, gute Azubis zu finden: Davon zeugen 43.500 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete unbesetzte Lehrstellen, denen noch 20.600 „unversorgte Bewerber“ gegenüberstanden. Je nach Region und Branche gebe es „unterschiedliche Versorgungs-, Passungs- und Besetzungsprobleme“, heißt es im Bericht.

Die Zahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge blieb mit 503.000 praktisch unverändert. Wobei ein bedenklicher Trend anhält: Jahr um Jahr beobachten die Experten „eine sinkende Nachfrage junger Frauen nach einer dualen Berufsausbildung“.


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