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Jetzt dimmen wir den Stromtarif

Anbieter wechseln: 100 Euro in ein paar Minuten sparen

Heidelberg. Gehören auch Sie zu den 94 Prozent Konservativen im Land? Seit einem Jahrzehnt kann man sich den Strom-Anbieter aussuchen – aber nur 6 Prozent der Haushalte sind von ihrem guten alten Stadtwerk abgewandert. Erstaunlich, denn: „Preisvergleich und Wechsel sind im Internet in fünf Minuten erledigt“, sagt Peter Reese vom Heidelberger Branchendienst Verivox.

Wirtschaftsminister drängt zum Handeln

Es ist auch ohne Internet ganz einfach – und es lohnt mehr denn je. Gerade erst hat jeder zehnte der bundesweit 1.000 Energieversorger an der Preisschraube gedreht. Wirtschaftsminister Michael Glos rief jetzt die Bürger zur Gegenwehr auf: „Vergleichen Sie Stromtarife und wechseln Sie!“ Das ist ungewöhnlich – so als würde der Verkehrsminister gegen die Lufthansa stänkern und Reklame für Billigflieger machen.

In der Luft funktioniert der Wettbewerb schon: Die Verbraucher schauen von sich aus auf den Preis. Anders an der Steckdose. Dabei kann schon ein kurzer Anruf Geld sparen: „Zwei von drei Haushalten stecken noch im Tarif der Grundversorgung, obwohl sie zu einem günstigeren Angebot ihres eigenen Versorgers wechseln könnten“, wundern sich die Verivox-Experten.

Noch lukrativer ist meist der komplette Wechsel. Der neue Anbieter regelt normalerweise gratis die Kündigung beim Ex-Versorger. 100 Euro im Jahr sind für eine Familie leicht gespart, je nach Wohnort auch mehr.

Schnelle Übersicht verschafft Verivox mit einem Preisrechner im Internet (www.verivox.de) und einer kostenlosen Telefonberatung (0800-80 80 890). Den Service empfiehlt auch der Bund der Energieverbraucher.

„Die Angst, bei einer Pleite des neuen Lieferanten keinen Strom mehr zu bekommen, ist unbegründet“, stellt Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, klar. Denn dann muss der örtliche Versorger einspringen – an den Leitungen und Steckdosen ändert sich ja nichts.

Verbraucherschützer nennen drei Regeln

Trotzdem: Etwas Vorsicht ist angebracht. Verbraucherschützer empfehlen:

  • Niemals Strom gegen „Vorauskasse“ kaufen – sonst ist man im Pleitefall wirklich der Dumme.
  • Keine fixen „Strompakete“ bestellen – die Differenz zum tatsächlichen Verbrauch kann teuer werden.
  • Lange Vertragsbindung meiden – die Faustregel lautet: maximal ein Jahr Laufzeit und höchstens drei Monate Kündigungsfrist.

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Schlagwörter: Energie Strom

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