Warum, eigentlich …?

... ist Vanillin so günstig zu haben


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Kein Weihnachten ohne Vanille-Aroma: Es steckt in Keksen, Schokolade, Saucen, Süßspeisen, Softdrinks, Seifen und Düften. Hauptbestandteil ist Vanillin, einer der meistverbreiteten Geschmackstoffe.

Echte Vanille ist sehr teuer. Die Pflanze wächst überwiegend in Madagaskar und Indonesien. Sie wird von Hand bestäubt und braucht Jahre, bis sie Früchte in Form von Schoten trägt. Nach der Ernte folgen lange Gär- und Trocknungsprozesse. Doch die Ausbeute ist minimal:

„Nur 0,5 Prozent des weltweiten Bedarfs lässt sich aus den Pflanzen gewinnen“, weiß Vincent Lajotte, Aroma-Experte beim Spezialchemie-Hersteller Rhodia am Standort im französischen Lyon.

Zum Glück lässt sich Vanillin synthetisch herstellen. „Die sauberste Methode ist die Synthese aus Catechol oder Brenzcatechin, einem aromatischen Alkohol“, sagt Lajotte. „Das so gewonnene Vanillin ist fast zu 100 Prozent rein, viel reiner als das Naturprodukt“, betont er. So kann die Lebensmittel-Chemie der enormen Nachfrage gerecht werden.

Vanillin lässt sich heute auch biotechnologisch herstellen. „Gräser wie Reis oder Dill enthalten Ferulasäure“, erklärt der Experte. „Durch Gärung kann man diese in Vanillin umwandeln.“

GKW

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