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Internationaler Währungsfonds (IWF)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) mit 188 Mitgliedstaaten ist eine Organisation der Vereinten Nationen. Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehören: die Zusammenarbeit in der internationalen Währungspolitik fördern, den Welthandel erleichtern und stabile Wechselkurse (zwischen jeweils zwei Währungen) sichern. Außerdem will der IWF dazu beitragen, dass sich die Armut in der Welt verringert – mithilfe von hoher Beschäftigung und einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum.

Wenn ein Mitgliedsland in Zahlungsschwierigkeiten ist, kann es sich an den IWF als letzte Instanz wenden und Hilfe beanspruchen. Der Fonds vergibt dann Kredite unter bestimmten Auflagen: Zum Beispiel muss der betreffende Staat seine öffentlichen Ausgaben reduzieren, den Banken mehr Freiheiten geben oder eine niedrige Inflation anstreben.

USA, Japan und Deutschland haben die meisten Stimmrechte

In der aktuellen Staatsschuldenkrise der Euro-Zone hat sich der IWF an den Krediten für Griechenland, Irland und Portugal beteiligt. Zuvor haben unter anderem Rumänien und Argentinien Darlehen vom IWF erhalten - Großbritannien im Jahr 1976.

Das Stimmrecht der Mitgliedsstaaten richtet sich nach dem Kapital, das die Länder in den IWF einzahlen. An erster Stelle stehen die USA, gefolgt von Japan und Deutschland.

Die Mitglieder des IWF haben vereinbart, dass Europa den Direktor als Chef der Organisation stellt. Seit 2011 steht die ehemalige französische Finanzministerin Christine Lagarde an der Spitze. Bisher einziger Deutscher als IWF-Direktor war von 2000 bis 2004 Horst Köhler, bevor er zum Bundespräsidenten (bis 2010) gewählt wurde.


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