Netzwerk für Spitzentechnik bundesweit einmalig

In Ostwestfalen tüfteln Industrie und Wissenschaftler gemeinsam an der Fabrik der Zukunft

Virtueller Protoypenbau: Er ist Teil der Industrie 4.0, die in NRW vorangebracht wird. Foto: Universität Paderborn

Bielefeld. Das ist bundesweit einmalig: Im Netzwerk „Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe“, kurz „it’s OWL“, tüfteln Weltmarkt- und Technologieführer der Region zusammen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen an der Fabrik von morgen. Es ist eines von 15 Spitzenclustern in Deutschland.

Zentrales Thema ist die Industrie 4.0: Maschinen, die sich dank Digitalisierung selbst organisieren und Informationen austauschen. Aber auch die Steuerung von Anlagen per Sprache oder Geste gehört dazu, genauso wie die Entwicklung von Protypen mithilfe von Datenbrillen.

Die vernetzte Produktion, die unter Experten als vierte industrielle Revolution gilt, soll vor allem eins: die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sichern.

180 Partner tüfteln derzeit an 47 Zukunftsprojekten

In dem Netzwerk entwickeln 180 Partner – Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen – die innovativen Techniken. Mit von der Partie sind der Anlagenproduzent und Autozulieferer Benteler (Paderborn), der Landmaschinenbauer Claas (Harsewinkel), die Elektrotechnikfirma Phoenix Contact (Blomberg) sowie Lenze (Hameln), Hersteller von Automatisierungssystemen.

Das Cluster wird vom Bundesforschungsministerium mit 40 Millionen Euro unterstützt. Das kommt derzeit 47 Projekten zugute.

In Paderborn beispielsweise arbeitet das Netzwerk unter Federführung des Heinz-Nixdorf-Instituts an Produktionsanlagen, die mitdenken, lernen und sich eigenständig korrigieren. Grundlage ist eine hochpräzise, sich selbst optimierende Mess- und Regelungstechnik. Sie senkt den Materialverbrauch und steigert zugleich die Qualität.

Mehr Infos its-owl.de


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