Wie eigene Zähne

Immer mehr Patienten optimieren ihr Gebiss mit Implantaten – etwa von Dentsply

Mannheim. Schon der alte Goethe sehnte sich nach guten Beißern. Das belegt ein Zitat des berühmten Dichters: „Ich neide nichts“, schrieb dieser über die Vergänglichkeit, „Zahnreihen aber, junge, neidlos anzusehn, das ist die größte Prüfung mein, des Alten.“

Das Problem ist längst gelöst. Und der Zahnersatz wird immer besser: So ließen sich 1980 bundesweit rund 5.000 Menschen dritte Zähne implantieren. „Heute werden jährlich über eine Million Implantate gesetzt“, sagt Karsten Wagner, Geschäftsführer bei Dentsply Implants Deutschland in Mannheim.

„Unsere Patienten können mit Implantaten verloren gegangene Lebensqualität wieder erlangen, und zwar in jedem Alter“, betont der Chef. Das bedeutet, wieder klar sprechen und ordentlich kauen zu können.

Einer, der sich damit in der Praxis bestens auskennt, ist Professor Günter Dhom: „Man hat das Gefühl, wieder eigene, fest sitzende Zähne zu haben“, erklärt der Implantologe aus Ludwigshafen. Das Konstrukt, das einer Schraube ähnelt, besteht meist aus Titan.

Das Implantat wird genau dort in den Kieferknochen verankert, wo sich zuvor die natürliche Zahnwurzel befand. Dhom: „Die künstliche Wurzel wächst innerhalb einer bestimmten Einheilphase fest ein.“ Raffiniert: „Eine mikroraue Oberfläche bei Implantaten verbindet sich schneller mit den Knochenzellen.“

Auch die Mannheimer setzen auf diese Technologie. Vielversprechend ist zudem die Kombination verschiedener Materialien, etwa Titan für das Implantat und Keramik für den Aufbau, also die Krone: Das Titan sitzt im Knochen, der zahnfarbene keramische Teil durchbricht hingegen das Zahnfleisch und ist sichtbar.

Aktuell experimentieren Forscher auch mit einer Beschichtung aus Wachstumsproteinen sowie mit Nanotechnologie. „Aber es wird noch dauern, bis wir damit in der Praxis arbeiten können“, weiß der Professor. Zwischen 900 und 1.500 Euro sind je nach Fall für eine Implantatbehandlung fällig, denn manchmal muss man erst den Kieferknochen mit Knochenmaterial aufbauen. Dazu kommen die Kosten für die Krone.

Dreidimensionales Röntgenbild hilft enorm

Mithilfe der computergestützten Implantologie lässt sich heute auf Basis eines dreidimensionalen Röntgenbildes der Eingriff im Voraus exakt am Bildschirm planen. Eine computerberechnete individuelle Schablone macht anschließend einen präzisen Eingriff möglich. Dhom: „So können wir das Implantat perfekt platzieren.“

Tipp des Profis: nur Zahnärzte mit ausreichender Qualifikation für den Eingriff wählen. Und nicht auf Billig-Implantate setzen, sondern auf ein zertifiziertes Implantat-System achten: „Sonst bekommt man nach 20 oder 25 Jahren, wenn die Krone unansehnlich wird, keinen passenden Zahn mehr“, warnt der Professor.

Weitere Informationen auf:
implantatefuersleben.de


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